Laufende Projekte

März 2018  bis  Oktober 2019
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts ‚Implementierung ethischer Fallarbeit im sozialpsychiatrischen Wohnverbund der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva)‘

Im Projektantrag der eva werden wiederkehrende ethische Dilemmata im Arbeitsalltag der Sozialpsychiatrie geschildert, die durch die im Projekt angedachte Implementierung von ethischen Fallgruppengesprächen reflektiert und ggf. gelöst werden sollen. Dabei steht der ethische Konflikt zwischen Selbstbestimmung der Klient*innen und der Fürsorge / Verantwortung der Mitarbeiter*innen im Vordergrund der Überlegungen.

Die wissenschaftliche Evaluation wird durch zwei Online-Fragebögen und durch Interviews sowie durch Gruppendiskussionen erbracht. Die Evaluationen werden durch Fachtage begleitet, an denen einerseits die Methoden der ethischen Fallarbeit, Erhebungsmethoden und andererseits Inhalte (Werte und Werttraditionen) in Vorträgen und diskursiven Sammel- und Auswertungsphasen angeboten werden. Die Fachtage werden von der Evangelischen Hochschule in Kooperation mit den Projektpartner*innen der eva organisiert. Die Fachvorträge werden durch interne und externe wissenschaftlich ausgewiesene Expert*innen gehalten.

1) Um die Expertise von Mitgliedern des Projektteams und der Ethikansprechpartner*innen für die Evaluation zu gewinnen wird die Methode eines ‚Projekttagebuchs‘ vorgeschlagen. Die Projekttagebücher werden in einem Zeitraum von je 3 Monaten kontinuierlich während des Befragungszeitraums per e-mail versandt (3-4 Tagebucheintragungen während der Laufzeit des Projektes). Sie beinhalten wenige kurze Fragen zum Stand des Projektes, zu Erwartungen, Herausforderungen und Alltagserfahrungen mit der Methode ethischer Fallarbeit und deren Implementierung im beruflichen Alltagsgeschehen. Sie werden durch inhaltsanalytische und hermeneutische Verfahren ausgewertet.

2) Einzelcoachings mit Dokumentation: Um Tiefendimensionen der ethischen Herausforderungen im Arbeitsalltag des SPWV zu erschließen werden Einzelcoachings mit ethischem Fokus (Wertecoachings) angeboten. Die Coachings werden auf der Basis von systemischen Methoden der Karlsruher Schule ausgebracht und dokumentiert.

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April 2017  bis  Dezember 2018
Konzeptentwicklung "Weltwissenhaus" Deutsche Schule Stiehle, Cuenca, Ecuador

Die Kooperation zwischen dem Elementar- und dem Primarbereich ist historisch durch eine – trotz inhaltlicher Annäherungen - bis zum Ende des 20.Jahrhunderts weitgehend getrennt verlaufende Entwicklung in verschiedenen Traditionen geprägt. Dadurch entstanden strukturelle, funktionelle, personelle, konzeptionelle und pädagogische Unterschiede, die weiterhin in der Gestaltung der Kooperation zwischen den Institutionen wirksam sind (Reichmann 2010).

Das Colegio Aléman Stiehle de Cuenca ist eine von drei deutschen Schulen in Ecuador. Die Schule wurde 2002 gegründet. Sie umfasst Kindergarten, Grundschule (Primaria) und Sekundarstufe (Sekundaria I und II). Sie schließt mit einem mehrsprachigen International Baccalaureate und dem Sekundarabschluss des Landes ab
Das Colegio Aléman Stiehle orientiert sich als deutsche Schule an den für das deutsche Bildungswesen relevanten Standards in der Gestaltung pädagogischer Prozesse und setzt diese um. Trotzdem ist das ecuadorianische Bildungsverständnis, das durch eine hohe Lehrer- bzw. Erwachsenenzentriertheit gekennzeichnet ist, immer wieder virulent.
Dies wird auch in der Kooperation zwischen Kindergarten und Primaria deutlich. Während im Kindergarten 2009 – 2012 in einem umfassend angelegten Projekt die Implementierung gegenwärtig aktueller frühkindlicher Konzepte erarbeitet wurde, ist der Grundschulunterricht stärker von ecuadorianischen Bildungsvorstellungen geprägt, so dass zu den oben ausgeführten Unterschieden zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen noch ein interkultureller Aspekt hinzukommt.

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Januar 2017  bis  Dezember 2018
Evaluation ehrenamtliches/freiwilliges Engagement der Diakonie Württemberg

Wie die Erhebung der Diakonie Baden-Württemberg aus dem Jahre 2011 zeigt, sind ca. 75% der Ehrenamtlichen älter als 50 Jahre. Diakonische Arbeitsfelder sind sowohl für junge Menschen als auch für die 30- 50jährigen weniger attraktiv (als z. B. der Bereich Sport). Dieser Befund wird durch weitere Erhebungen bestätigt. Gleichzeitig kommen unzählige Jugendliche regelmäßig mit der Diakonie und ihren Arbeitsfedern im Rahmen des Konfirmationsunterrichts, durch Schul- bzw. Hochschulpraktika, Sozialprojekte und Freiwilligendienste in Kontakt und erleben ihr Engagement als persönlich bereichernd und berufsbiografisch sinnvoll. Bisher gelingt es nicht, diese Berührungen strategisch zu nutzen und "Engagementbiografien" zu begründen.
Die Herausforderung besteht darin, Übergänge zwischen Engagements zu schaffen und mit "Ehemaligen" in Kontakt zu bleiben. Dabei ist Engagement breit zu denken und muss nicht unentgeltlicher freiwilliger Einsatz sein. Gerade Zeit ist angesichts von G8 und den Anforderungen in Schule und Ausbildung eine sehr knappe Ressource für junge Menschen. Das enorme Engagement in der Flüchtlingshilfe zeigt in beeindruckender Weise das Potenzial, das im Ehrenamt steckt. Es zeigt aber auch, dass die Strukturen zur Gewinnung und Qualifizierung von Freiwilligen und denjenigen, die den Einsatz von Freiwilligen koordinieren, zu überdenken, auszubauen und weiter zu entwickeln sind. Die aktuellen Konzepte sind nur bedingt tauglich.
All diese Herausforderungen legen es nahe, sich wieder eingehend mit Ehrenamt zu beschäftigen. Nach der Umfrage des DWW zum Ehrenamt von 2011 ist es inhaltlich sinnvoll und zeitlich passend, für 2016 eine erneute Erhebung zum ehrenamtlichen/freiwilligen Engagement für die Diakonie Baden und Württemberg zu planen. Dabei sollte es um zwei Stränge der Befragung gehen:

a) die Fortführung und Aktualisierung ausgewählter Fragen der Umfrage 2011 mit quantitativen Methoden;
b) eine Vertiefung bestimmter Themen/Fragestellungen durch qualitative Interviews und Gruppendiskussionen. 

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Januar 2017  bis  Dezember 2019
Gründungsaktivitäten im dritten Lebensalter - The making of the mature entrepreneur: life course perspective on entrepreneurship in older age in Germany and Poland

Existenzgründungen im Alter gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sowohl in Quantität, als auch sozio-politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Das vorliegende Forschungsvorhaben untersucht den Gründungsprozess und die Entwicklung zum Existenzgründer/in im fortgeschrittenen Alter aus der Lebenslaufperspektive. Dabei soll am Beispiel von Deutschland und Polen festgestellt werden, inwiefern vorangegangene berufliche und persönliche Erfahrungen im Lebenslauf den Schritt in die Selbstständigkeit determinieren.

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Oktober 2016  bis  September 2019
Wissenschaftliche Begleitung Impulsprojekt Demenz und Kommune (DeKo)

Das Projekt will Kommunen verstärkt für die Bedeutung des Themas Demenz sensibilisieren, um der Herausforderung Demenz nachhaltig zu begegnen.

Ziele:

  1. Regionale Versorgungslücken der Demenzversorgung in Baden-Württemberg sind sektorenübergreifend ermittelt.
  2. Kommunen steht aufbereitetes, kommunal relevantes Wissen zum Verständnis über die Erkrankung, die Betroffenen und ihre Angehörigen sowie über die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen zur Verfügung.
  3. Kommunen mit unterschiedlicher Demenzerfahrung werden zum landesweiten Erfahrungsaustausch eingeladen und ermutigt.
  4. Kommunen werden beim Aufbau vernetzter, wohnortnaher und nachhaltiger Strukturen mit professionellen und ehrenamtlichen Demenzakteuren unterstützt.

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Oktober 2016  bis  Juni 2019
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts „Landeskirchliches Personalentwicklungskonzept für Diakoninnen und Diakone“

Mit einer Wissenschaftlichen Begleitforschung und Evaluation unterstützt die Evangelische Hochschule Ludwigsburg das „Landeskirchliche Personalentwicklungskonzept für Diakoninnen und Diakone“ der Evangelischen Kirche in Württemberg.

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Juni 2016  bis  Mai 2019
Distance Caregiving: Pflege- und Hilfepotenziale über nationale Distanzen und internationale Grenzen hinweg

Das F+E-Projekt fokussiert auf Distance Caregiving: Forschungsbezogen fragt es, welche Beiträge berufstätige und nicht berufstätige Angehörige für Pflegebedürftige aus räumlicher Entfernung leisten können und welche Rahmenbedingungen hierfür förderlich sind – multiperspektivisch mit Blick auf die Sorgenden, die Unterstützungsbedürftigen, ihre formellen Dienstleister und informellen Partner rund um die private oder stationäre Wohn- und Behandlungsstätte, die Arbeitgeber sowie die Gesellschaft. Entwicklungsbezogen werden mit WPK-Partnern auf dieser Basis innovative und intersektorale Lösungsansätze entwickelt, umgesetzt und evaluiert sowie in intensiver Transfer- sowie Disseminationsstrategie nachhaltige Wirkungen angestrebt.

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Juli 2015  bis  Juni 2018
iNet

Inklusives Netzwerk zur intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen.

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September 2014  bis  August 2018
Von Anfang an Inklusion nachhaltig gestalten

Das Projekt begleitet Kommunen bei der Entwicklung inklusionsorientierten Strukturen im Bereich der Frühkindlichen Bildung in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg. Mithilfe von Beratungen der Kommunen und der Etablierung von Lernwerkstätten vor Ort  sollen inklusionsorientierte Prozesse angestoßen werden. Darüber hinaus wird eine Evaluation der Prozesse in den Kommunen durchgeführt.

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Januar 2010  bis  Dezember 2019
Kulturelle MittlerInnen in Beratungsstellen

In diesem Fortbildungsprojekt wird gezielt die Interkulturelle Kompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund einbezogen und weiterentwickelt.

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