StuDiT (1. Projektphase) und StuDiT + AnSA (2. Projektphase)

Die beiden aufeinander aufbauende und erweiternden Projektphasen „StuDiT" (August 2014 - Januar 2018) und "StuDiT  + AnSA“(Februar 2018- Dezember 2020) war  ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ gefördertes Projekt. Durch Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen und flexibilisierte Studiermöglichkeiten wird neuen Zielgruppen der Weg an die Hochschule ermöglicht.

Mit der ersten Projektphase ist dies zunächst in den Bachelor-Studiengängen Relgions- / Gemeindepädagogik und Diakoniewissenschaft möglich. Der Studiengang Soziale Arbeit sowie berufsbegleitende Masterstudiengänge erweitern nun das Angebot.

Im Verbundprojekt STuDIT+AnSA (EH Ludwigsburg) AnKoSA (KH Freiburg) wurden gemeinsam alle notwendigen Prozesse des Projektmanagements gestaltet. Hierzu zählte auch der kontinuierliche Austausch mit allen weiteren Verbundpartnern im Netzwerk Anrechnung Soziale Arbeit. Weitere Verbundpartner im Netzwerk waren die EH Freiburg, die HS Esslingen, die HS Mannheim, die HS Ravensburg-Weingarten und die FH St. Pölten. Am 14.07.2020 fand abschließend ein Fachtag mit dem Titel: "Mach´s passen!: Bildungsaufstieg durch Kompetenzanrechnung und Flexibilisierung" für Mitarbeiter*innen an Hochschulen und Fachpublikum statt. Weitere Hinweise dazu finden Sie hier.

Die Beiträge des Fachtags finden Sie in der Buchpublikation: Kuhn, D., Schulz C. (Hrsg.) (2021). Bildungsaufstieg durch Flexibilisierung und Kompetenzanrechnung. Entwicklungsschritte an Hochschulen. Weinheim: Beltz. (Erscheinungstermin: Juni 2021)

Öffentlichkeitsarbeit im Projekt

Anschlussfähig an die Evaluation und Empfehlungen aus dem Projekt „StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit“ der ersten Förderphase wurde im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nachgearbeitet. In den Blick genommen wurde das festgestellte allgemeine Informationsdefizit im Blick auf Konzepte lebenslangen Lernens und die im Projekt entwickelten Prozesse und Verfahren. Ein entwickeltes externes Kommunikationskonzept informiert Studieninteressierte, Studierende und interessierte Personen über den Themenkomplex und alle relevanten Informationen zu hochschulspezifischen Regelungen und Möglichkeiten.

Das umfangreiche Informationsmaterial, wie beispielsweise Flyer, FAQs, eine Handreichungfür Studierende und weitere Informationen wurden zentral und gut auffindbar auf der neuen Homepage-Seite der implementierten Fachstelle Anrechnung eingestellt. Nach dem Prinzip „Alles-aus-einer-Hand“ können sich Interessierte umfassend über alle relevanten Informationen zu hochschulspezifischen Regelungen und Möglichkeiten informieren und ggf. auch beraten lassen. Des Weiteren wurden Studierende und Studieninteressierte auf Informationsveranstaltungen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg auf ihre Möglichkeiten und das Beratungsangebot hingewiesen.

Auch der im Juli2020 online durchgeführte Fachtag „Mach’s passend!  - Bildungsaufstieg ermöglichen durch Kompetenzanrechnung und Flexibilisierung“ hat im diesem Sinne sowohl Informations- als auch Hearing-Charakter.

Kommunikationskonzept Lebenslanges Lernen

In der Zusammenarbeit mehrerer Hochschulen können Vernetzungs-, Unterstützungs- und Multiplikationsmöglichkeiten der Projekte und ihrer Ergebnisse optimal genutzt werden. Um eine nachhaltige Implementierung und stete Weiterentwicklung der erarbeiteten Verfahren und Prozesse an den Hochschulen zu ermöglichen und weiterhin die positiven Effekte des Austausches und der Diskussion nutzen zu können, wurde eine Zusammenarbeit über das Projektende hinaus vereinbart. Im Sinne eines gemeinsamen externen Kommunikationskonzepts wurde im Kooperationsverbund gemeinsam mit dem Projekt AnKoSA an der Katholischen Hochschule Freiburg ein „Positionspapier Lebenslanges Lernen“ entwickelt, welches die gemeinsame Haltung der kooperierenden Hochschulen zu den genannten Konzepten nach außen vertritt und somit öffentlichkeitswirksam auf den Homepage-Seiten der Hochschulen eingesetzt werden kann. Des Weiteren wurden Absprachen zur weiteren Zusammenarbeit und der Kooperation der Fachstellen untereinander festgehalten, um auch in Zukunft regelmäßige Treffen stattfinden zu lassen.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung E-Learning wurden Dozierende bei der Entwicklung von E-Learning-Bausteinen unterstützt. Zur Evaluation des Einführungsprozesses wurde eine Konzeption erstellt. Ein erster Schritt war die Studieneingangsbefragungim Mai 2018. Hierzu wurden ergänzende Items zur Nutzung und Bewertung der E-Learning-Veranstaltung integriert. Ergänzend wurde einFragebogeninstrument E-Learning bei den Dozierenden eingesetzt. Im Mai 2019 fand im Begleitgremium E-Learning eine erste interne Veröffentlichung von Evaluationsergebnissen statt. Im Sommersemester 2019 wurde ein E-Learning Seminar evaluiert. Dazu wurde ein weiteres Fragebogeninstrument E-Learning Seminarentwickelt. Dieses sollte im Selbstbericht eine subjektive Einschätzung der methodischen Umsetzung, Betreuung, der Organisation, des wahrgenommenen Lernerfolgs etc. erfassen.

Es wurde ein Konzept für die Entwicklung flexibler Studienmöglichkeiten im Studiengang Sozialer Arbeit entwickelt und im Wintersemester 2020 in § 53 der Studien- und Prüfungsordnung verankert.

In Kooperation mit der Katholischen Hochschule Freiburg wurde ein Instrument zur Erfassung des gesamten Workloads der Beratung im Rahmen von Anrechnungsprozessen und des flexibilisierten Studiums entwickelt. Damit sollten die erwarteten Ressourcenbedarfe erfasst werden. Die Ergebnisse der Erhebung finden Sie hier im Dokument Workload von Beratungsprozessen zu Anrechnung und einem flexibilisierten Studienverlauf. Ergänzend wurde der Workflow der Beratungsprozesse analysiert. Die Ausgangslage war gekennzeichnet durch eine Vielzahl an wahrgenommenen Ansprechpersonen, unklaren Zuständigkeiten und einem ressourcenaufwändigen Verfahrensablauf. Aufgrund dieser Analyse konnten die bisherigen Verfahrensabläufe optimiert werden.  Zudem konnte durch die neue Fachstelle Anrechnung eine zentrale Schnittstelle zwischen allen beteiligten Akteur*innen geschaffen werden. Ein Schaubild der neu etablierten Struktur finden sie hier.

Ergänzend wurden die aktuellen Möglichkeiten im Studiengang Religions- und Gemeindepädagogik zu einem flexiblen Studium evaluiert und mögliche Maßnahmen zur Neuorganisation des Lehrangebots abgeleitet. Eine Präsentation der Ergebnisse finden Sie hier.

Im September 2020 wurde zudem eine Befragung zur bisherigen Nutzung der flexibilisierten Studienmöglichkeiten durchgeführt. Hier finden Sie einen Ergebnisbericht der Befragung zur Flexibiliserung des Studienverlaufs.

 

Identifikation gemeinsamer Prozesse

In einem ersten Schritt wurden gemeinsame Verwaltungsabläufe für die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen für die drei beteiligten Studiengänge identifiziert. Primäres Ziel war hierbei die Anzahl der involvierten Personen zu reduzieren und so die Abläufe effizienter zu gestalten. Hierfür wurde der bisherige Workflow analysiert, notwendige Entwicklungsschritte festgestellt und ein alternatives Konzept entwickelt (siehe Abschnitt: Flexible Studienmöglichkeiten (weiter-) entwickeln).

 

Schulungskonzept Verwaltung

Ziel des entwickelten internen Kommunikations- und Schulungskonzepts war es, Verständnis für die Hintergründe und Notwendigkeiten der im Projekt angestoßenen Prozesse und entwickelten Verfahren bei allen involvierten und interessierten Hochschulangehörigen zu erzeugen. In Informationsveranstaltungen wurde über allgemeine Konzepte Lebenslangen Lernens, die Hintergründe zu Anerkennung und Anrechnung im Hochschulkontext und über hochschulinterne Verfahren informiert und auf Beratungsangebote zu den Themen hingewiesen. Alle Schulungs- und Informationsmaterialien (siehe auch "Anrechnung diskutieren und multiplizieren") wurden für Mitarbeitende zugänglich im hochschulinternen Moodle-Raum der Fachstelle Anrechnung hinterlegt.

Im Projekt StuDiT (2016-2018) wurde ein zweiteiliges Kompetenzfeststellungsverfahren in Gruppen erprobt. Dieses Verfahren wurde in der zweiten Projektphase überarbeitet und an die aktuelle Nachfrage angepasst. Hierfür wurde die zweite Gruppensitzung durch eine individuelle Anrechnungsberatung ersetzt. Die erste Sitzung diente weiterhin zur Vermittlung von Hintergründen zur Kompetenzorientierung und dem Umgang mit den Kompetenzrastern in den beteiligten Studiengängen. Hier finden Sie die Inhalte des Workshops zur Kompetenzfeststellung. Die anvisierte Zielsetzung ist, relevante Kompetenzen für das Studium zu identifizieren und durch den Vergleich mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen deren Reichweite einzuschätzen sowie ein persönliches Kompetenzportfolio zu erstellen.

Das Kompetenzportfolio umfasst alle formellen Nachweise bereits im Lebenslauf erworbener Kompetenzen und eine Kompetenzbeschreibung von informell erworbenen Kompetenzen oder von Kompetenzen, die nicht durch formelle Nachweise belegt werden können. Die Kompetenzen werden in einem Formular zur individuellen Kompetenzbeschreibungverschriftlicht und den erwarteten Kompetenzen des Moduls gegenübergestellt. Dieses Formular wurde im Hinblick auf die Erfahrungen der ersten Projektphase weiterentwickelt und liegt nun in einer gekürzten und vereinfachten Form vor.

Brückenkurskonzept

Zur Evaluation der Beratungsprozesse und des Brückenkurskonzepts wurden zu Beginn jedes Wintersemesters eine Gruppeninterview mit den Studierenden im Projekt StuDiT durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung wurden zur Optimierung der Prozesse und als Grundlage zur Entwicklung eines Professionalsierungskonzepts genutzt (s. u.)

Anvisiert wurde eine weiterentwickelte Brückenkursoption, die zukünftig auch die durch neue, strukturierte Anrechnungsoptionen für den Studiengang Soziale Arbeit entstehenden Herausforderungen aufnehmen kann. Die Analysen zu den bisher durchgeführten Brückenkursen und der hohe Ressourcenaufwand zur Durchführung der Brückenkurse führte zur Überführung des Brückenkurskonzepts in ein integrierbares Verfahren zum Kompetenzerwerb.

 

Beratungskonzept

Eine Vielzahl an Studienbewerbern bringt bereits im Lebenslauf erworbene studienrelevanten Kompetenzen mit. Eine Aufgabe der Fachstelle Anrechnung ist in diesem Kontext die Beratung von Studierenden mit Vorbildung zur Erfassung und Beschreibung dieser Kompetenzen und zur Überführung dieser in ein Anrechnungsgesuch.

Das hierfür entwickelte Beratungskonzept dient als Grundlage aller Beratungsprozesse durch die Fachstelle Anrechnung und soll eine standardisierte Durchführung, Dokumentation, Evaluation und somit eine ständige Weiterentwicklung der Verfahren ermöglichen. Näheres zum Beratungskonzept können Sie unserem bald erscheinenden Tagungsband erfahren. Zusätzliche Tools wie Beratungsleitfäden und Dokumentationsbögen, wurden zur praktischen Umsetzung eines möglichst transparenten Verfahrens entwickelt.

Ausführliche Informationen zum Beratungskonzept finden Sie in: Kuhn, D., Schulz C. (Hrsg.) (2021). Bildungsaufstieg durch Flexibilisierung und Kompetenzanrechnung. Entwicklungsschritte an Hochschulen. Weinheim: Beltz. (Erscheint im Juni 2021)

Zur (Weiter-) Entwicklung der Kompetenzraster wurde in Kooperation mit den Studiengangsleitungen und den Modulverantwortlichen der beteiligten Studiengänge die Kompetenzziele und Kompetenzdimensionen analysiert. Zur Unterstützung wurde an der KH Freiburg und an der EH Ludwigsburg Workshopszur Informationsvermittlung zum Thema Kompetenzorientierung mit den beteiligten Akteure durchgeführt. Ergänzend wurde in Vorträgen über die Entwicklung von Kompetenzrasterninformiert und Informationsmaterial zur Erstellung von Kompetenzrastern zur Verfügung gestellt.

Ergebnis dieses Prozesses war das Kompetenzraster für den Studiengang Soziale Arbeit.

Kooperationsvereinbarungen mit Fachschulen

Mit dem Ziel, die akademische Anschlussfähigkeit und damit die Bildungsdurchlässigkeit zu erhöhen wurden im Rahmen des Projektes Kontakte zu Fachschulen verschiedener Fachrichtungen aufgenommen beziehungsweise vertieft. Umfassende Äquivalenzvergleiche haben aufgezeigt, welche außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen auf Studiengänge der Evangelischen Hochschule angerechnet werden können. Bis zum Projektende konnten vier Kooperationsverträge abgeschlossen werden, ein weiterer befindet sich in Vorbereitung. In diesen ist geregelt, wie die Kooperation zwischen der Hochschule und der Fachschule gestaltet wird und insbesondere die Anrechnungsoptionen für die Absolvent*innen der Fachschulen. In folgendem Dokument kann das Vorgehen detailliert nachgelesen werden: Kooperation mit Fachschulen (pdf).

Übertragung auf den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit

Im Rahmen der zweiten Projektphase wurde neben den beiden diakonischen Studiengängen der ersten Projektphase auch stets der Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit (BASA) mit betrachtet und Entwicklungen aus der ersten Phase auf diesen übertragen.

So werden Äquivalenzvergleiche mithilfe der im Projekt entwickelten Kompetenzraster durchgeführt und das „Verfahren der Feststellung individueller Teilkompetenzen“ (FiT-Verfahren) ist ebenfalls im BASA anwendbar. 

Neben der Möglichkeit zur individuellen Anrechnung im BASA wurden auch pauschale Anrechnungsoptionen für staatlich anerkannte Erzieher*innen entwickelt. Dies geschah in enger Kooperation mit Modulverantwortlichen und Studiengangsleitungen an der Hochschule und im Austausch mit den Verantwortlichen an den Kooperationshochschulen. Das Projekt verbessert somit Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung und fördert die dauerhafte Sicherung des Fachkräfteangebots. Die Ergebnisse des Äquivalenzvergleichs wurden übersichtlich in einem Dokument "Pauschale Anrechnungsoptionen für Erzieher*innen" zusammengefasst und für Studierende gut auffindbar auf der Website der Fachstelle Anrechnung abgelegt. 

Schulung und Beratung zum Thema Anrechnung

In die Verfahren der Anrechnung außerhochschulischer Kompetenzen sind zahlreiche Personen innerhalb der Hochschule involviert. Somit müssen diese zu aktuellen Grundfragen der Anrechnung und zu konkreten Verfahren an der Hochschule informiert und geschult werden. Das StuDiT+AnSA -Projektteam bot im Sommersemester 2020 zwei hochschulöffentliche Schulungen an. Die erstebehandelte die Grundlagen der Anrechnung und Anerkennungund der Kompetenzorientierung (siehe auch in der Dokumentaion des Fachtags), die zweite erläuterte die umzusetzenden Verfahren und die Funktion der neuen Fachstelle Anrechnung. Beide Präsentationen stehen allen Hochschulangehörigen mit Audiospur zur Verfügung, sodass diese Schulungen auch zum späteren Zeitpunkt eingesetzt werden können.

Weitere Informationen zu den Grundlagen der Anrechnung unf Anerkennung finden Sie in der Buchpublikation des Projekts: Kuhn, D., Schulz C. (Hrsg.) (2021). Bildungsaufstieg durch Flexibilisierung und Kompetenzanrechnung. Entwicklungsschritte an Hochschulen. Weinheim: Beltz. (Erscheinungsdatum: Juni 2021)

In Kooperation mit der Kath. Hochschule Freiburg wurde ein Evaluationskonzept für die Erhebung bisheriger Erfahrungen mit Anrechnung konzipiert. Gemeinsam wurde ein Fragebogeninstrument zur Erfassung der Anrechnungszufriedenheit der Studierenden entwickelt. Infolge wurden an beiden Hochschulen Anrechnungserfahrungen der Studierenden der beteiligten Studiengänge erhoben und im Netzwerk Anrechnung Soziale Arbeit präsentiert, diskutiert und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesse entwickelt. Die Ergebnisse wurden hochschulintern präsentiert.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Befragung finden Sie in: Kuhn, D., Schulz C. (Hrsg.) (2021). Bildungsaufstieg durch Flexibilisierung und Kompetenzanrechnung. Entwicklungsschritte an Hochschulen. Weinheim: Beltz. (Erscheinungsdatum: Juni 2021)

 

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der Projektergebnisse aus dem Projekt StuDiT + AnSA (FKZ: 16OH22067). Diese sind inhaltlich mit den Projektthemen verknüpft und die Bezüge werden unter den verlinkten Inhaltsbereichen näher erläutert.

Das Evaluationskonzept wurde zu Projektbeginn im Hinblick auf die Fragestellungen des Projekts erstellt. Nähere Informationen finden sie auf der Seite Forschung im Projekt StuDiT+ AnSA.

Eine weitere zentrale Aufgabe war die Information der Mitarbeiter*innen der Hochschule und den Beteiligten im Netzwerk Anrechnung Soziale Arbeit zu den Themen Anerkennung und Anrechnung. Hierzu wurden u.a. Informationsmedien zu Grundlagen Anerkennung_Anrechnungerstellt.

Die Basis von Anrechnung und Anerkennung ist die Ausrichtung auf die Wertschätzung der bereits vorhandenen Kompetenzen und Leistungen der Studierenden. Diese müssen mit den an der Hochschule erwarteten Kompetenzen in Beziehung gesetzt werden. Dazu wurden diverse Instrumente entwickelt. Im Rahmen eines Kompetenzfeststellungsworkshops werden die Personen mit Anrechnungsgesuch umfassend zu den erwarteten Kompetenzbeschreibungen beraten und unterstützt. Hierzu gehört auch die Informationen zu dem Kompetenzraster Soziale Arbeit BA. Im Kompetenzraster werden die erwarteten Kompetenzen nach Kompetenzbereich und DQR-Niveau spezifiziert. Hierzu wurden die Dozierenden an der Hochschule, als auch im Netzwerk zu den Hintergründen der Kompetenzorientierung (Kompetenzorientierung-Workshop), der Entwicklung von Kompetenzzielen und der Erstellung von Kompetenzrastern u. a. über die  Schulungsmaßnahme  "Kompetenzraster erstellen und verwenden-Workshop "beraten.

Zur Flexibilisierung des Studiengangs Soziale Arbeit wurden weitreichende Änderung in der Studien- und Prüfungsordnung im Studiengang Soziale Arbeit vorgenommen. Hierdurch wurde eine Auflösung der Semesterbindung und eine verlängerte Maximalstudienzeit auf 18 Semester erzielt. Ab dem Wintersemester 2020 können Studierende des Studiengangs nun diese Flexibilität nutzen. Um ein hohes Maß an räumlicher Flexibilität zu ermöglichen, wurde die Digitalisierung der Lehre unterstützt. Hierzuwurde eine Konzeption_E-Learning erstellt und die Lehrenden bei der Konzeption und Erstellung von Lehrveranstaltungen und Lernplattformen beraten.

 

Die Flexibilisierung von Studienmöglichkeiten geschieht nicht zuletzt durch E-Learning. Als Grundlage dafür wurde im Auftrag des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" eine E-Learning-Konzeption erstellt, die inzwischen hochschulweit umgesetzt und laufend weiter entwickelt wird. Den aktuellen Stand der Konzeption aus dem April 2019 finden Sie hier.

Für die Umsetzung des E-Learning und zur Unterstützung der Dozierenden werden E-Tutoren ausgebildet. Die im Rahmen von "StuDiT" entwickelte Konzeption zur Ausbildung von E-Tutoren können Sie sich hier anschauen.

Im Rahmen des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" werden für die beiden Bachelorstudiengänge Religions- und Gemeindepädagogik sowie Diakoniewissenschaft die E-Learninganteile semesterweise aufbauend ausgeweitet. Zielgröße ist ein E-Learning-Anteil von 30%. Die Bausteine des Moduls "Wissenschaftliches Arbeiten" können darüber hinaus auch von anderen Studiengängen genutzt werden. Ein exemplarischer Baustein dieses Moduls ist auch für Gäste unter der Rubrik "Öffentliche Kurse" des Moodle-Portals der eh Ludwigsburg zugänglich. Ebenso finden Sie den Kurs "Wissenschaftliche Zeitschriften - Einführung" im öffentlichen Bereich.

An die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen werden aktuell hohe Anforderungen gestellt. Pauschale und individuelle Anrechnungsprozesse sollen zugleich kompetenzorientiert, qualitätsgesichert, transparent, rechtssicher sowie ressourcenschonend sein und außerdem der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung dienen. Im Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" wurde eine Konzeption für die Gestaltung von Anrechnungsverfahren entwickelt, die nicht nur diesen Kriterien gerecht wird, sondern zugleich die Grundlage für eine vertiefte Kompetenzorientierung in Lehr-Lern-Prozessen legt.

Wichtigstes Instrument für die Äquivalenzprüfung sind in diesem Anrechnungsverfahren das Kompetenzraster des Bachelorstudiengangs Diakoniewissenschaft, das Kompetenzraster des Bachelorstudiengangs Religions- und Gemeindepädagogik., und das Kompetenzraster des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit.

Bei Dozierendenkonferenzen gaben die Projektmitarbeiterinnen grundlegende Informationen für Lehrende zur Kompetenzorientierung und in mehreren kleinen Workshops sowie fast unzähligen Einzelberatungen wurden zusammen mit den Lehrenden niveaukonkretisierte Lernergebnisbeschreibungen für die verschiedenen Kompetenzdimensionen aller Module der beiden Studiengänge (Kompetenzraster) entwickelt. Auch in der zweiten Projekttphase wurden die Dozierenden weiterhin in Workshops zum Thema Kompetenzorientierung geschult. De Hochschulen im Netzwerk Anrechnung Soziale Arbeit können dieses Angebot nutzen. Bisher wurde der Workshop bereits an der Katholischen Hochschule Freiburg und an der Hochschule Mannheim umgesetzt. Die aktualisierten Informationen für Lehrende zum Thema Kompetenzorientierung finden Sie hier.

Aus dem aktuellen Stand der Äquivalenzprüfungen ergaben sich die vorläufigen Anrechnungsoptionen für die Erprobungsphase des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit".

Im Projekt StuDiT+ AnSA beraten die MitarbeiterInnen die Studierenden bei der Antragsvorbereitung und der Feststellung von im Lebenslauf erworbenen Kompetenzen. Dazu wird ein 2-tägiger Workshop zur Kompetenzfeststellung angeboten. Beim ersten Teil des Workshops werden in der Gesamtgruppe grundlegende Informationen zu den Themen "Eigene Kompetenzen auf den Punkt bringen", Grundlagen der Kompetenzraster an der Evang. Hochschule Ludwigsburg und zur Antragsstellung vermittelt. Am zweiten Tag des Workshops werden die Studierenden in Bezug auf  ihre individuellen Vorarbeiten zum Kompetenzraster beraten und konkrete Fragen zum Verfahren der Antragsstellung zur Anrechnung von Kompetenzen und dem Umfang an möglicher Anrechnung beantwortet. Die Inhalte zum Kompetenzfeststellungsworkshop im Juli 2019 finden Sie hier.

Hochschulische und berufliche Bildung weisen einen breiten Überschneidungsbereich auf, in dem Lernergebnisse zwar gleichwertig aber nicht durchgehend gleichartig sind. Je umfangreicher Anrechnungspotenziale beim Übergang von beruflicher in hochschulische Bldung ausgeschöpft werden, desto intensiver sollte dabei auch der spezifische Unterschied zwischen den jeweils erreichbaren Lernergebnissen beachtet und bearbeitet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" ein Konzept für Brückenkurse entwickelt und in einer Erprobungsphase erstmalig durchgeführt und evaluiert. Während der Erprobungsphase wurde der Stundenplan der Brückenkurse überprüft und weiterentwickelt.

Sie finden nachfolgend einen Überblick über die Inhalte und Arbeitsweisen im Brückenkurs  "Sozialwissenschaften/Soziale Arbeit" und einzelne Bausteine (Diakoniewissenschaft und Religionspädagogik als wissenschaftliche Disziplinen und Methodisches Arbeiten in Wissenschaft und Praxis) aus dem Brückenkurs "Theologie und Wissenschaftliches Arbeiten".

Die StuDiT-Studierenden der Erprobungsphase im Wintersemester 2016/17 empfehlen den Besuch der Brückenkurse. Die Evaluationsinstrumente, mit denen diese und weitere Einschätzungen erhoben wurden, finden Sie hier.

Überlegungen zur Öffentlichkeitsarbeit wurden in Anlehnung an die ANKOM-Arbeitsmaterialie Nr. 5 (http://ankom.dzhw.eu/pdf_archiv/M5_Ankom.pdf ) in einem ersten Konzept  zusammengestellt.

Mit einem ersten Plakat wurde bei Informationsveranstaltungen zu den Studiengängen auch für die Möglichkeit des flexiblen Studierens aufmerksam gemacht und auf Messen Beratungen angeboten. "Alles unter einen Hut: Beruf, Familie und Studium" war der erste Slogan.

Der erste Projektflyerbietet zusätzliche Informationen über die wichtigsten Ziele und erste Schritte des Projekts „StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit“.

Mit dem zweiten Projektflyer begann die Werbung für die Erprobungsphase des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit".

Mit dem Personalwechsel war eine Neuauflage des Flyers  notwendig.

ELLEN, Eidt, 2017. Kompetenzraster als Instrument der Kompetenzorientierung an Hochschulen: Konstruktion, Nutzungsmöglichkeiten und Diskussion. In: Eva CENDON, Noëmi DONNER, Uwe ELSHOLZ, Annabelle JANDRICH, Anita MÖRTH, Nina Maria WACHENDORF und Eva WEYER, Hrsg. Die kompetenzorientierte Hochschule - Kompetenzorientierung als Mainstreaming-Ansatz in der Hochschule [Online-Quelle]. Berlin: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 35 – 41

COLLMAR, Norbert, Claudia SCHULZ, Hrsg., 2018. Lebenslanges Lernen auf akademischen Bildungswegen. Kirchliche und diakonische Studiengänge - Perspektiven aus Forschung und Praxis. Münster: Waxmann.
Inhaltsverzeichnis.