IP READ - Politics of the Body

Vom 09.-20.03.2014 fand an unserer Hochschule eine Sommerakademie zum Themenbereich soziale Inklusion und Exklusion statt. Das 12-tägige Projekt bot insgesamt etwa 70 Studierenden und Dozierenden aus verschiedenen europäischen Ländern eine Plattform zur Information, zum Austausch und zur Diskussion.

Das Intensivprogram trug den Titel “IP read – Politics of the Body” (Rethinking Embodiment as a Source of Difference (READ)) und befasste sich inhaltlich mit der Bedeutung des menschlichen Körpers als Quelle von Identität und Unterschied. Die konkreten Schwerpunkte lagen in den Bereichen Behinderungen, Alter, Gender, Ethnien und sexuelle Minderheiten. Auch die Aspekte Bürgerrechte, Religion und Kultur wurden berücksichtigt. Ein Fokus lag außerdem auf der Entstehung von sozialer Benachteiligung/Armut sowie dem Zusammenhang von sozialer Exklusion mit Macht und Privilegien in der heutigen modernen Gesellschaft.

Für das Programm kooperierten wir mit vier unserer europäischen Partner-Universitäten: Newman University Birmingham (UK), Diaconia University of Applied Sciences (Finnland), Diakonhjemmet University College Oslo (Norwegen), University of Applied Sciences and Arts (Schweiz). Das Erasmus-Programm der EU förderte das IP-Projekt ebenfalls.

Der theoretische Teil bestand aus Workshops, Diskussion und Vorträgen von Dozierenden unserer verschiedenen europäischen Partner-Universitäten. Die Teilnehmenden wurden dazu angeregt sich auszutauschen und im Rahmen der beschriebenen Inhalte über Veränderungen in der nationalen und internationalen Politik zu diskutieren. Von Vorteil war hierbei besonders, dass die etwa 70 Teilnehmenden an verschiedenen europäischen Universitäten studieren und aus vielen verschiedenen Ländern der Erde stammen. Daher brachte jedeR Teilnehmende seine  eigenen Hintergründe, Ansichten und auch die politischen und juristischen Ausgangssituationen des jeweiligen Landes ein. Neben interkulturellen Kompetenzen kam es so auch zu einem Austausch zu sozialen und politischen Dimensionen weltweit.

Zusätzlich zum theoretischen Teil bekamen die Teilnehmenden auch vielseitige praktische Einblicke: In den Nachmittagseinheiten fanden Hospitationen im Anna-Haag-Mehrgenerationenhaus bzw. dem Generationenhaus in Heslach sowie bei Trottwar (Stuttgarts Straßenzeitung), der Karlshöhe Ludwigsburg und dem Landratsamt Ludwigsburg statt. Eine weitere themenbezogene Exkursion war der gemeinsame Ausflug aller TeilnehmerInnen nach Heidelberg in die Prinzhorn-Sammlung. In der dortigen Ausstellung wurden anhand von Werken psychisch kranker Menschen Fragen zu Normalität und Identität aufgeworfen.

Am letzten Tag präsentierten die Studierenden in ihrer jeweiligen Ländergruppe die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeiten. Den Abschluss des Programms bildeten ein Auftritt der Brenz-Band sowie ein gemeinsames Pizza-Essen und eine Party im BBK.

Von allen Teilnehmenden (Studierende und Dozierende) gibt es zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Lernzielen sowie zum Projekt insgesamt. Während der gesamten zwei Wochen herrschten eine gute Stimmung und ein reger länderübergreifender Austausch. Von den interkulturellen Kontakten und geschlossenen Freundschaften werden die Studierenden weiterhin profitieren.