Veranstaltungen

"Flüchtlinge in unserer Mitte als Herausforderung"

zum vergrößern Bild anklicken, Download ist hier verfügbar.

Film-Vorführung zum Thema Genitalverstümmelung:
„Wüstenblume“ - Das Recht auf Selbstbestimmung -

Das Thema der Selbstbestimmung von Frauen, Männern, und intersexuellen Menschen betrifft nicht nur ferne Kontinente. Im Rahmen der Globalisierung sind alle Länder auf unserem gemeinsamen Planeten betroffen. Beschneidung ist zumeist verbunden mit Fremdbestimmung, also Unfreiheit, und Gewalteinwirkung. Diese Ideologie versteckt sich häufig hinter „Tradition“, offenbart aber in Wirklichkeit ungleiche Machtverhältnisse in Form von gezielter Unterdrückung. Nach wie vor leiden vor Allem Frauen unter Zwangsbeschneidung.

Hintergrundinformationen zum Film Wüstenblume finden Sie hier:

http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-564806.html

http://www.wuestenblume-film.de/

http://www.materialserver.filmwerk.de/arbeitshilfen/AH_wuestenblumeA4_web.pdf

https://frauenrechte.de/online/images/downloads/fgm/FGM-Ausstellungsbroschuere.pdf

http://frauenrechte.de/online/index.php?option=com_content&view=category&id=49&Itemid=212

Bitte weiten Sie Ihrem Blick und nehmen Sie auch andere menschenrechtswidrige Zustände wahr: Die Menschenwürde ist das höchste Gut und darf nicht mit Rücksicht auf unterschiedliche kulturelle Prägungen relativiert werden. Soziale Arbeit kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Menschenrechte nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, sondern für jeden Einzelnen erfahrbar sein werden.

Ich freue mich über Ihre Interesse und Ihre Teilnahme an dieser Film-Vorführung.

Weitere Informationen finden Sie hier:

"Vielfalt in der Sozialen Arbeit - Anspruch und Wirklichkeit - "

  • Am 24.06/07.07.2017 findet die modulübergreifende Blockveranstaltung für Studierende der Module 04, 11, 14 und 22 statt. Allgemeine Infos zu den Veranstaltungstagen finden Sie hier.
  • am Samstag den 24.06.2017 finden im Rahmen der Blockveranstaltung zwei Workshops zu den Themen "Sexualpädagogik und Soziale Arbeit" und "Interkulturelle Mediation".

13.01. + 14.01.2017
Vielfalt in der Frühpädagogik und Sozialen Arbeit - Anspruch und Wirklichkeit

Download ist hier verfügbar.

„Flüchtlinge in unserer Mitte als Herausforderung“ - Hintergrundinformationen zu Herkunft, Verfahren, Unterbringung & Begleitung -

Im letzten Jahre sind sehr viele Flüchtlinge nach Europa gekommen. Im Augenblick sind die Zahlen wieder zurückgegangen. Dies ist auf Maßnahmen zurückzuführen wie zum Beispiel das Abkommen der Europäischen Union mit der Türkei. Ob es dadurch gelingt, auf Dauer Flüchtlinge davon abzuhalten, den Weg nach Europa wieder in großer Zahl zu suchen, ist nicht anzunehmen.

Die Zustände in den Herkunftsländern haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Gleichzeitig befinden sich Flüchtlingslager in Jordanien, im Libanon und in der Türkei in einem bedenklichen Zustand, weil der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen von der Weltgemeinschaft nicht in die Lage versetzt worden ist, menschenwürdige Lebensbedingungen aufrechtzuerhalten.

Flüchtlinge haben den verständlichen Wunsch, diesen unerträglichen Lebensbedingungen zu entrinnen. Kein Risiko scheint sie  letztlich davon abhalten zu können. Die große Hoffnung der Flüchtlinge bleibt Europa.

In Europa greift Abschottung um sich. Nächstenliebe und Solidarität befinden sich in der Defensive und werden oftmals als „Gut-Menschentum“ abqualifiziert. Das entspricht nicht den Werten, die der Europarat und die Europäische Union einst geprägt haben.

In dem Fachgespräch werden Hintergründe beleuchtet, Wege des konstruktiven Umgangs mit dem Thema gesucht und Qualifizierungsangebote angedacht.

Ihr Gesprächspartner ist: Volker Kaufmann
Weitere Informationen finden Sie hier:

28.+29.10.2016: Wochenendseminar: Learning to be White/ Anti-Rassismus-Training

Unsicherheit, Rassismus und ein Mangel an Kommunikation prägen auch heute noch die Beziehungen zwischen Mitgliedern der weißen Mehrheitsgesellschaft und denen, die vermeintlich als Ausländer, Migranten oder Angehörige einer anderen Kultur identifiziert werden.

  • Verschiedene „Kulturen“, „Rassen“, „Ethnien“, „Religionen“?
  • „Schwarze“, „Weiße“, „People of Colour“?
  • “Deutsche” und “Ausländer” – “Wir” und “die anderen”?
  • Was wissen wir über „die anderen“ und was über „uns selbst“?
  • Was ist „erlernt“, was ist „wahr“  und was „Konstruktion“?
  • Was ist eine „weiße Identität“ in einer „multikulturellen Welt“?
  • Was hindert und was fördert unsere Begegnungen?

Zu diesem Wochenendseminar laden wir Mitglieder der deutschen Mehrheitsgesellschaft ein, um ihre eigenen Prägungen durch das System des Rassismus und ihr Verhalten zu reflektieren, um die Geschichte und die Wirkungsweise des Rassismus näher kennen zu lernen und gemeinsam an Strategien für eine Kultur der Verständigung und Begegnung zu arbeiten.

Die einzelnen Arbeitsphasen im Seminar berücksichtigen die Fragen und Interessen der Teilnehmenden. Dabei kommt es zu einem Wechsel von Information, Verarbeitungs- und Reflexionsphasen. Vorgesehen sind unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit: im Plenum,  in Gruppen- oder Partnerarbeit, mit Hilfe von Rollenspielen, Arbeitsblättern, Aufsätzen und Videobeiträgen.

Eine durchgehende Teilnahme an den drei Seminartagen ist unbedingt erforderlich.

Datum: 28.-29.10.2016
Beginn: Freitag 13.00 Uhr; Ende: Samstag 16.30 Uhr (Änderungen vorbehalten)
Unkostenbeitrag: 20€ (bei finanziellen Schwierigkeiten hilft Heartbeats e.V. gerne weiter - dafür eine E-Mail bitte an info(at)heartbeats-ev.de).

Verbindliche Anmeldungen (es gibt nur eine eingeschränkte Anzahl an Plätzen!) sowie Fragen bitte an iad(at)eh-ludwigsburg.de

Wir freuen uns sehr auf euer Kommen!
Das iad-Team und das Heartbeats-Team

01.06.2016: „Flüchtlinge in unserer Mitte als Herausforderung“
- Hintergrundinformationen zu Herkunft, Verfahren, Unterbringung & Begleitung -

Im letzten Jahre sind sehr viele Flüchtlinge nach Europa gekommen. Im Augenblick sind die Zahlen wieder zurückgegangen. Dies ist auf Maßnahmen zurückzuführen wie zum Beispiel das Abkommen der Europäischen Union mit der Türkei. Ob es dadurch gelingt, auf Dauer Flüchtlinge davon abzuhalten, den Weg nach Europa wieder in großer Zahl zu suchen, ist nicht anzunehmen.

Die Zustände in den Herkunftsländern haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Gleichzeitig befinden sich Flüchtlingslager in Jordanien, im Libanon und in der Türkei in einem bedenklichen Zustand, weil der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen von der Weltgemeinschaft nicht in die Lage versetzt worden ist, menschenwürdige Lebensbedingungen aufrechtzuerhalten.

Flüchtlinge haben den verständlichen Wunsch, diesen unerträglichen Lebensbedingungen zu entrinnen. Kein Risiko scheint sie letztlich davon abhalten zu können. Die große Hoffnung der Flüchtlinge bleibt Europa.

In Europa greift Abschottung um sich. Nächstenliebe und Solidarität befinden sich in der Defensive und werden oftmals als „Gut-Menschentum“ abqualifiziert. Das entspricht nicht den Werten, die der Europarat und die Europäische Union einst geprägt haben.

In dem Fachgespräch werden Hintergründe beleuchtet, Wege des konstruktiven Umgangs mit dem Thema gesucht und Qualifizierungsangebote angedacht.

"Vielfalt in der Sozialen Arbeit - Anspruch und Wirklichkeit - "

Am 04./05.12.2015 findet die modulübergreifende Blockveran-staltung für Studierende der Module 04, 11, 14 und 22 statt.
Themen drehen sich rund um Flucht, Frauenrechte, sexualisierte Gewalt und der Vorstellung von Best Practice Projekten. Das Programm dazu finden Sie hier.

Das Projekt "Offene Hochschule"

Das Institut für Antidiskriminierungs- und Diversityfragen (IAD) in Ludwigsburg und das Diakonische Werk Württemberg starten am 22. Mai 2015 eine Lehrveranstaltung "Offene Hochschule" an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg, bei der etwa 30 Studierende, Flüchtlinge sowie Haupt- bzw. Ehrenamtliche der Sozialen Arbeit gemeinsam lernen. In den vier Sitzungen stehen neben der Vermittlung von Fachwissen u.a. zu den Themen Asylrecht, Antirassismus- und Gemeinwesenarbeit dabei vor allem der Austausch in der heterogenen Lerngruppe und die Ausbildung interkultureller Kompetenzen im Vordergrund.

30.+31.01.2015: Workshop Sexualpädagogik und Soziale Arbeit

Mitwirkende Studierende des Antidiskriminierungs- und Diversity-Netzwerkes der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (ADN) baten um Wiederholung des Workshops "Sexualpädagogik und Soziale Arbeit". Das IAD greift die Anregung gerne auf.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

23.01.2015: Zwischen Abschiebung, Diskriminierung und Integration - Sinti und Roma in Baden-Württemberg

Nach Jahrhunderten der Diskriminierung und Verfolgung der Sinti und Roma, nach Völkermord und fortgesetzter Ausgrenzung in der Bonner Republik haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Daniel Strauß, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg der Deutschen Sinti und Roma, einen gemeinsamen Staatsvertrag unterzeichnet. "Sinti und Roma sind ein Teil von Baden-Württemberg. Dieses Land ist unsere gemeinsame Heimat. Der Staatsvertrag enthält das klare Bekenntnis zur Anerkennung der baden-württembergischen Sinti und Roma und legt eine verbindliche Förderung der Minderheit fest", sagte Kretschmann im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von Landesregierung, Landtag und Landesverband.

Trotz Anerkennung als - größte - nationale Minderheit (1995) ist Antiziganismus weiterhin Realität. "Niemand erkennt sie", das ließe sich über viele der deutschen Sinti und Roma sagen, die seit Jahrhunderten in Deutschland leben. Man schätzt ihre Zahl auf mindestens 70.000. Sie haben wie die EU-ZuwandererInnen unter Vorurteilen und Hetzkampagnen zu leiden. Aus Angst vor Diskriminierung geben viele sich nicht zu erkennen. Versuchen "unerkannt" zu leben.

Zu brutalen Übergriffen kommt es in manchen unserer Nachbarländer, in der deutschen Mehrheitsbevölkerung stimmen fast 30% der Befragten aus der Mehrheitsbevölkerung einer Vertreibung von Sinti und Roma aus Innenstädten zu, fast 50% halten Sinti und Roma pauschal für "zur Kriminalität geneigt", rassistische Stereotype halten sich hartnäckig, in Wahlkämpfen denunziert nicht nur die NPD Sinti und Roma pauschal als "ArmutszuwandererInnen" und potentielle SozialbetrügerInnen.

Die neuerliche Ausweitung sogenannter "sicherer Drittstaaten" wird wieder Roma und Sinti in Not und Elend nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien zurück schicken.

Weitere Informationen zum Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Die Veranstaltung findet am 23.01.2015 von 9.30 - 16.00 Uhr statt. Wenn es Ihnen möglich ist, sich bis zum 18.01.2015 per Fax oder E-mail zu melden, erleichtert dies unsere Planungen. Vielen Dank!

Evangelische Hochschule Ludwigsburg/IAD
PD Dr. J. Thomas Hörnig
Paulusweg 6
71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141-9745 232
Fax: 07141-9745 400
E-mail: t.hoernig(at)eh-ludwigsburg.de

07.02.2014:
"GRUPPENBEZOGENE MENSCHENFEINDLICHKEIT" (Heitmeyer) von Buchenwald bis zu den NSU- Morden – oder: wie gehen wir mit Diskriminierung/Hass und Mord um?

,,Am 23. Februar 2012 sprach Semiya Simsek auf der Gedenkfeier für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt: „Mein Vater wurde von Neonazis ermordet. Soll mich diese Erkenntnis nun beruhigen? Das Gegenteil ist der Fall. In diesem Land geboren, aufgewachsen und fest verwurzelt, habe ich mir über Integration nie Gedanken gemacht. […] In unserem Land, in meinem Land muss sich jeder frei entfalten können. Unabhängig von Nationalität, Migrationshintergrund, Hautfarbe, Religion, Behinderung, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Lasst uns nicht die Augen verschließen und so tun, als hätten wir dieses Ziel schon erreicht. Meine Damen und Herren, die Politik, die Justiz, jeder einzelne von uns ist gefordert.“

Es geht um die Zukunft der Erinnerung – und die Gegenwart der Vergangenheit. Unsere Tagung wagte einen Spagat von Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit zu den erschütternden NSU-Morden, von alten zu neuen Nazis. Wir nähern uns mit dem Begriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ als einem Einstellungsmuster, basierend auf dem Bielfelder Desintegrationsansatz. Darin wird mit großer Spannweite erfasst, was es an feindseligen Einstellungen zum Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Lebensstile in dieser Gesellschaft gab und gibt. Es ging um Rassismus, offene und versteckte Menschenfeindlichkeit, Abwertung von Religion. Es ging in allem um eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. Die Bielefelder sprechen von einem „Syndrom“. Verschiedene Symptome treten mal gleichzeitig, mal korrelierend auf: Abwertung von Obdachlosen, Homosexuellen, Behinderten und auf der anderen Seite Sexismus und Etablierten vorrechte“