EH-Professor als Theologischer Vorstand der BruderhausDiakonie Reutlingen berufen

Professor Dr. Bernhard Mutschler verlässt Evangelischen Hochschule Ludwigsburg zum Ende des Wintersemesters 20/21

Dr. Bernhard Mutschler, Pfarrer und habilitierter Professor, verlässt die Evangelische Hochschule Ludwigsburg (EH), um zukünftig als Theologischer Vorstand der BruderhausDiakonie Reutlingen zu arbeiten. Seit dem Sommersemester 2008 hatte er an der EH die Professur Biblische Theologie und Gemeindediakonie inne und in diesen Themen geforscht, gelehrt und publiziert.

Seine fachlichen und didaktischen Kompetenzen stießen bei Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen auf große Resonanz. Prof. habil. Dr. Mutschler war in den letzten Jahren ein wichtiger Partner in der Prozesssteuerung und -entwicklung. So brachte er seine Expertise als Studiengangs- und Fachgruppenleitung Religionspädagogik/Gemeindepädagogik, Mitglied der Erweiterten Hochschulleitung und als Master-Studiengangsleitung „Management, Ethik und Innovation im Non-Profit-Bereich/ Diakonische Führung und Steuerung“ ein. Nach Abschluss einer Weiterbildung zum systemischen Coach intensivierte Mutschler seine Beratungstätigkeiten, etwa im Vergabeausschuss für Stipendien der EH-Stiftung. Die Förderung der Studierenden war ihm auch ein Anliegen als Gutachter für Stipendienwerke und Preise.

Darüber hinaus ist Mutschler Redaktionsleiter der Calwer Predigten Online und Predigtcoach der Landeskirche.

Dementsprechend hat sich Mutschler für seinen letzten Vortrag im Wintersemester das Thema gewählt: „Lehrer, Vorbild, Coach? Jesus von Nazareth als Orientierung für pädagogische, diakonische und soziale Arbeit“. Bei der digitalen Abschiedsvorlesung trafen sich nun ehemalige, derzeitige und zukünftige Kolleginnen und Kollegen, Studierende sowie Weggefährtinnen und Weggefährten. Vor über 250 Gästen zeichnete Mutschler zunächst ein Bild von Jesu Herkunft im Blick auf Familie, Heimat, Kul-tur und Religion, ehe er seine Orientierung an den religiösen Texten Israels, der Barmherzigkeit Gottes und weisheitlichen Maximen ausführte. Alle diese Fäden laufen im Liebesgebot zusammen, im „Tun des Willens Gottes“. Dementsprechend habe Jesus seine Bindungen und Kontakte ganzheitlich und inklusiv gestaltet. Für seine Anhängerschaft sei er damals Lehrer, Vorbild und Coach gewesen. Für uns Heutige könne er dies in ähnlicher Weise werden, besonders in pädagogischen, diakonischen und sozialen Handlungsfeldern.

Zuvor hatte Rektor Prof. Dr. Norbert Collmar auf die vielseitige Vernetzung des scheidenden Dozierenden hingewiesen und Mutschler für seine intensive Tätigkeit an der Hochschule herzlich gedankt. Dank und Lob verdeutlichten auch die Grußworte der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Studiengänge Diakoniewissenschaft und Religionspädagogik/Gemeindepädagogik. Hochschulangehörige übergaben ein Erinnerungsbuch, und der Vorsitzende des Diakonieausschusses der Landessynode, Jörg Beurer, widmete dem C-Musiker und Blasmusikkollegen Mutschler ein Posaunenständchen übers Internet. EH-Professorin Dr. Katja Baur erinnerte in ihrem Schlusswort an die gemeinsame Studienzeit in Jerusalem und sprach dem Kollegen und den Gästen einen Abschiedssegen zu.