Geschichte der Diakonen- und Diakoninnenausbildung in Württemberg

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Diakon*innenausbildung der Karlshöhe Ludwigsburg und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg im Jahr 2026 werden die Geschichte und die Wandlungen dieser Ausbildung erarbeitet: Wichtige Änderungen wurden 1971, z.B. mit der Aufnahme von Frauen in die Ausbildung, vollzogen. Auch die Übernahme der Trägerschaft durch die Evangelische Landeskirche in Württemberg im Jahr 1999 hat die Weichen neu gestellt.
Bis in die 1990er Jahre ist diese Ausbildung identisch mit der Diakon*innenausbildung für die Württembergische Landeskirche.

Thematik, Fragestellung und Methoden

Der lange Weg von der Gründung einer unabhängigen Ausbildung für und durch die Innere Mission hin zu einer staatlich anerkannten Hochschule in Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche in Württemberg soll durch Archiv- und Quellenarbeit erhoben und nachgezeichnet werden. Dabei werden interdisziplinär Kriterien der Diakonie- und Kirchengeschichte einerseits und die der Historischen Pädagogik, der Geschichte des (beruflichen) Schulwesens und der Sozialberufe andererseits aufeinander bezogen. Das Projekt erarbeitet auch die Perspektiven ehemaliger Studierender auf ihre eigene Diakon*innenausbildung.

Im Rahmen der Module Projektstudium I und Projektstudium II werden Studierende am Forschungsprojekt beteiligt und diese können sich durch forschendes Lernen methodische Kompetenzen und Inhalte zur Geschichte von Diakonie und Sozialer Arbeit aneignen.

Das Projekt arbeitet mit Archiv- und Quellenarbeit sowie Oral History (Interviews mit Zeitzeugen) und zielt auf Erkenntnisse für die Diakonie- und Kirchengeschichte und die Geschichte der Ausbildung in Sozialberufen.

Laufzeit

Juli 2025  bis  März 2027

Projektbearbeitung

Prof. Dr. Norbert Collmar

Prof. Dr.
Norbert Collmar

Ehemaliger und Professor für allgemeine und schulische Religionspädagogik
Prof. Dr. Claudia Schulz

Prof. Dr.
Claudia Schulz

Professur für Theorie und Praxis der Diakoniewissenschaft und der Sozialen Arbeit