Übergang von Fachschule zur Hochschule erleichtert

Evangelische Hochschule Ludwigsburg (EH) schließt Vertrag mit Evangelischer Missionsschule Unterweissach

Freude und Dankbarkeit beim Vertragsabschluss: Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Religionspädagogik, Diakonie und Verkündigung an der Missionsschule können sich Ausbildungsinhalte auf ein Bachelorstudium der Religions- und Gemeindepädagogik an der EH Ludwigsburg pauschal mit mehr als 40% anrechnen lassen. Das Foto zeigt Direktor Thomas Maier (links) und EH-Rektor Prof. Dr. Norbert Collmar. © EH-Archiv/Faulhaber2019

Was das Landeshochschulgesetz vorschreibt, hat nun die Evangelische Hochschule in Ludwigsburg mit der Evangelischen Missionsschule Unterweissach in einem gemeinsamen Prozess vereinbart: Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Religionspädagogik, Diakonie und Verkündigung an der Missionsschule können sich Ausbildungsinhalte auf ein Bachelorstudium der Religions- und Gemeindepädagogik pauschal mit mehr als 40% anrechnen lassen.

Die Anrechnung der außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen ermöglicht ein verkürztes oder berufsbegleitendes Bachelorstudium. Besondere Regelungen an der EH Ludwigsburg erlauben ein Studium in individueller Geschwindigkeit. Im Anschluss eröffnen sich für Studierende weitere Möglichkeiten, von dem Erwerb des B.A. Soziale Arbeit, über ein Masterstudium bis hin zur Promotion.

Pfarrer Thomas Maier, Direktor der Missionsschule, zeigte sich beim Vertragsabschluss sehr dankbar für die vielen Gespräche zwischen Hochschule und Missionsschule. „Wir haben beide voneinander gelernt und in Unterweissach haben wir verschiedene Ausbildungsmodule verbessern können“. Für Rektor Professor Dr. Norbert Collmar, EH, bilden das Ludwigsburger Modell des Studiums in individueller Geschwindigkeit und die Möglichkeit zur Anrechnung die Grundlage für die Kooperationsvereinbarung mit Fachschulen. „Dadurch schaffen wir die qualitätsgesicherte Durchlässigkeit von Abschlüssen. Es würdigt bereits erworbene Kompetenzen für ein Studium. Letztendlich kann so akademische Ausbildung mit einem Beruf oder familiären Verpflichtungen vereinbart werden.“

Derzeit erforscht ein Projektteam die ersten Erfahrungen. Gemeinsam mit der Katholischen Hochschule Freiburg werden darüber hinaus weitere Anrechnungsmöglichkeiten für den Studiengang Soziale Arbeit entwickelt. Im neuen Netzwerk „Anrechnung Soziale Arbeit“ sind ebenso vertreten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Esslingen und Mannheim sowie die EH Freiburg.

Infokasten:
Das Projektteam „StuDiT+ AnSA“ wird im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Mit diesem Wettbewerb werden bundesweit Projekte von Hochschulen und Hochschulverbünden gefördert, die Studienangebote für Berufstätige und andere Zielgruppen entwickeln, die auf unterschiedlichen Formaten basieren (u.a. berufsbegleitende Studiengänge, duale Studiengänge, Studienmodule und Zertifikatsangebote).

Weitere Informationen unter: www.offene-hochschulen.de

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