Treff Soziale Arbeit
Fachlicher Austausch über soziale Fragen in der Region Neckar‐Alb

Veranstaltungsreihe der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg | Campus Reutlingen

Der „Treff Soziale Arbeit“ bietet ein Forum für den fachlichen Aus­tausch über soziale Fragen in der Region Neckar-Alb. Die Veranstaltungs­reihe thematisiert, beleuchtet interdiziplinär und erörtert kritisch aktuelle Problemlagen und Herausforderungen, neue Konzepte und sozial­poli­ti­sche Trends. Namhafte Fachleute führen in das Thema ein und bieten die Grundlage zur Diskussion. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wenn es die Bedingungen wieder erlauben, laden wir Sie herzlich auf den Campus der Hochschule Reutlingen ein:
Evangelische Hochschule Ludwigsburg I Campus Reutlingen
Pestalozzistr. 53, Gebäude 14
72762 Reutlingen
Anfahrt

 

Bereits durchführte Veranstaltungen

Quartiersmanagement und Quartiersarbeit als Wirkstoff für eine nachhaltige und inklusive Stadt(teil)entwicklung?
am 23. Juni 2021

Quartiersmanagement und Quartiersarbeit sind en vogue und stehen für eine Strategie, um gegen den zunehmenden Prozess der Individualisierung den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Im Alltag ist der Kampf um (Begegnungs-)Räume allgegenwärtig. Die Gestaltung der sozialen Umgebung umso notwendiger. Können durch ein Quartiersmanagement und eine Quartiersarbeit die sozialen Räume nachhaltig für das Zusammenleben von vielfältigen Lebensformen und Lebensperspektiven gestaltet werden? Welche Rolle kommt dabei der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft, der Sozialen Arbeit zu?

Prof. Jo Jerg, Leiter Campus Reutlingen im Zusammenwirken mit den Studierenden Jule Gekeler (Bachelorarbeit zu Nachhaltigkeit von Quartiersarbeit) und Tessa Renner (Masterarbeit zu Gelingensfaktoren für das Quartiersmanagement) und im Gespräch mit Robert Hahn, Erster Bürgermeister Stadt Reutlingen, Ina Kinkelin-Naegelsbach, Leiterin der Diakonische Bezirksstelle Münsingen und Wolfgang Riehle, Dipl.-Ing., Architekt BDA, Stadtplaner, Geschäftsführer Domino Holding GmbH+Co. KG
 

"Erfolgreiche Bildungswege junger Erwachsener aus sogenannten (schul-)bildungsferner bzw. benachteiligten Herkunftsfamilien" - Bildungschancen und soziale Herkunft
am 28. April 2021

Antrittsvorlesung von und Gespräch mit Prof.*in Dr.*in Vesna Segrt, Professur Soziologie und Forschung an der Ev. Hochschule I Campus Reutlingen

Kinder und Jugendliche aus sogenannten benachteiligten Familien und vor allem aus (schul-)bildungsfernen Milieus haben erhebliche Schwierigkeiten einen höheren Bildungsweg einzuschlagen und zu bewältigen (u.a. El-Mafalaani 2020,2014; Segrt 2012; Baumert; et al 2006). Kinder und Jugendliche mit einem zusätzlichen Migrationshintergrund haben es dabei besonders schwer einen solchen höheren Bildungsweg einzuschlagen, da sie einen Großteil dieser Kinder und Jugendlichen in Deutschland stellen (u.a. Autorengruppe Bildungsbericht 2020, 2018, 2016; Middendorff, et al 2017; Esser 2016; Lange-Vester 2016). Nichtsdestotrotz schaffen es einige von Ihnen trotz einer ‚schwierigen Ausgangslage‘ einen erfolgreichen Bildungsweg einzuschlagen, ein Studium aufzunehmen und abzuschließen.

  • Welche Hürden haben Sie dabei zu nehmen und wie gehen sie mit diesen um?
  • Welche Möglichkeiten derUnterstützung kann v.a. die Soziale Arbeit hier anbieten?
  • Trotzdem geschafft oder gerade deshalb?!
  • … Corona-Pandemie

Antworten auf diese Fragen stellen wichtige Perspektiven und Anhaltspunkte für eine gezielte (Bildungs-)Förderung dar und wurden im Gespräch mit Frau Prof.*in Dr.*in Vesna Šegrt, Emine Gülfidan und Nico Korte (Studierende der EH-Hochschulgruppe „Sprungbrett Bildung“) sowie mit Teilnehmenden im Rahmen des „Treff Soziale Arbeit“ diskutiert.
 

Was braucht der Mensch zum Menschsein? 
Grundlagenreflexionen über den Zusammenhang von Anthropologie, Ethik und Soziale Arbeit – Ein Aufriss – 

am 27. Januar 2021
Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Thomas BekProfessor für Ethik in der Sozialen Arbeit an der Ev. Hochschule | Campus Reutlingen
„Wir arbeiten ganzheitlich!“ Eine theoretische Anmaßung ohne praktische Bedeutung?
In der Konzeption einer „Ethik Sozialer Arbeit“ kann ein Rückgriff auf ethische Theorien nicht nach Belieben vollzogen werden, sondern muss Maßstab am Selbstverständnis Sozialer Arbeit finden. Hier spielt seit 100 Jahren der Anspruch auf Ganzheitlichkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ausgehend vom Menschenbild der Sozialen Arbeit sollen exemplarisch wichtige Aspekte des Menschen theoretisch erschlossen und vorsichtig ein klärender Blick auf die Bedeutung von Ethiktheorien in der Sozialen Arbeit geworfen werden.
Bericht
 

Erkundung von Netzwerken Sozialer Arbeit in der Region Reutlingen – eine Netzwerklandkarte entsteht!
am 11. November 2020
Seit Sommer 2020 gehen Studierende der Ev. Hochschule Ludwigsburg am Campus Reutlingen mit Prof. Dr. Maria Knab in Kooperation mit Netzwerkakteur*innen u.a. folgenden Fragen nach: Welche Typen von Netzwerken gibt es in der Region Reutlingen und was sind ihre Anliegen, Erfolge und Herausforderungen? Wer sind Akteur*innen in diesen Netzwerken? Wie kann eine produktive Balance zwischen Kooperation und Konkurrenz (Koopkurrenz) gelingen? Wie sieht die Vernetzung von Fachkräften der Sozialen Arbeit in der Region räumlich aus?
In der Online-Veranstaltung geben Akteur*innen aus Netzwerken der Region und das Forschungsteam Einblick in den Stand und Prozess ihrer Netzwerkerkundung. Berichtet wird über Erfolgsgeschichten, strukturelle Spannungsfelder und Konflikte. In 3 Teilgruppen werden Vertreter*innen von 3 Netzwerktypen berichten und für den Austausch zur Verfügung stehen. Mit der Frage nach Spielräumen für fachpolitische Interessensvertretung wird die Politik der Selbstsorge praxisbezogen diskutiert; der angekündigte Impuls von Frau Prof. Dr. Barbara Rose entfällt.
Prof.‘in Dr. Maria Knab, Evangelische Hochschule Ludwigsburg | Campus Reutlingen erforscht Netzwerke u.a. als Ort für eine Politik der Selbstsorge. Akteur*innen regionaler Netzwerke und Studierenden gestalten die partizipative Veranstaltung mit.
Pressemitteilung
Handout Studierende: "Herausforderungen, Gelingensfaktoren und Chancen von Netzwerkarbeit"

 

Rassismus im Sozialen? Diskriminierung und die Soziale Arbeit.
am 24. Juni 2020
Seit einiger Zeit wird das Thema „Rassismus“ wieder offener in Medien, Politik und der Öffentlichkeit diskutiert. Dabei wird Rassismus oftmals als Rand­phänomen der Gesellschaft wahr­genommen, ausübt durch gewalttätige Minderheiten, und wenig wird auf die durch die Mehrheitsgesellschaft  ausgeübten Formen (rassistischer) Diskriminierungen geblickt.
Inwieweit insbesondere Zielgruppen Sozialer Arbeit Opfer von (rassistisch-) diskriminierenden Strukturen sind und inwiefern die Soziale Arbeit selbst dazu beiträgt, soll in einer selbstreflexiven Debatte zur Diskussion stehen.
Apl. Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Held ist Leiter der Tübinger Forschungsgruppe für Migration-Integration-Jugend-Verbände.
Dr. Natalie Hartmann  ist Akademische Mitarbeiterin der Evangelischen Hochschule mit dem Schwerpunkt Intersektionalität.
Pressemitteilung

 

Auf dem Weg zur Gerontokratie?" Gesellschaftliche Konfliktlinien zwischen Jung und Alt
15. Januar 2020, 16:00 - 18:00 Uhr
Leben die Alten auf Kosten der Jungen? Was ist mit Jugendwahn und Ageism?
Welche Interessen bestimmen die Politik? Droht uns ein Krieg der Generationen? Wer profitiert von dieser Konfliktlinie?
Über diese und andere Fragen der Generationengerechtigkeit streiten VertreterInnen von zwei Generationen
Eva Siegmann, Jahrgang 2001, studiert Sozial- und Politik­wissen­schaften in Berlin und Nancy und ist Botschafterin der „Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen“.
Prof. Dr. Eckart Hammer, Jahrgang 1954, Gerontologe, lehrt an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg | Campus Reutlingen.
In Kooperation mit dem Reutlinger Jugendgemeinderat (angefragt) und dem KreisSeniorenRat Reutlingen.
Pressemitteilung

 

Schöne Neue Welt?" Digitalisierung des Sozialen
13. November 2019, 16:00 - 18:00 Uhr
Digitalisierung verändert die Arbeitswelt in unserer Gesellschaft nachhaltig. Auch und gerade im Bereich der Sozialen Arbeit birgt die Digitalisierung Chancen und Möglich­keiten und schafft neue Risiken und Herausforderungen.
Wie sich die Soziale Arbeit zwischen Informationsgewinn und Datenschutz bewegt, die digitale Handlungslegitima­tion mit pädagogischer Entscheidungs­kom­pe­tenz ringt und wie und wo die Digitali­sierung neue Teilhabechancen ermöglicht oder diese gar einschränkt, soll Gegenstand eines Streitgesprächs mit anschließender Diskussion sein.
Welf Schröter, Journalist, ist Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung beim Deutschen Gewerkschaftsbund.
Prof. Dr. Katrin Schlör lehrt Kulturarbeit und Medienbildung an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg | Campus Reutlingen.
Pressemitteilung