Evaluation der Neustrukturierung der Kirchengemeindeleitung und des neuen Berufsbildes "Assistenz der Gemeindeleitung"

Im Rahmen des Prozesses „Kirchliche Strukturen 2024+“ wird die Zusammenführung der beiden bisher getrennten Berufsbilder „Kirchenpflege“ und „Gemeindesekretariat“ in verschiedenen Pilotgemeinden zur „Assistenz der Gemeindeleitung“ wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Hierbei wird geprüft, ob das neue Berufsbild zukünftig umsetzbar ist und was die Landeskirche bei einer flächendeckenden Umsetzung des Strukturwandels berücksichtigen sollte.

Thematik, Fragestellung und Methoden

Im Rahmen des Prozesses „Kirchliche Strukturen 2024+" wurden vielfältige Maßnahmen angeregt, die dazu dienen, die Verwaltung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg besser an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen anzupassen. Dazu gehört auch die Zielsetzung:

Ein neues Berufsbild wird entwickelt: Assistenz der Gemeindeleitung.

Die bislang einzelnen Berufe der „Kirchenpfleger*innen“ und „Sekretär*innen“ werden hierfür zu einem Berufsbild zusammengefasst und einige Aufgaben an die neu geschaffene Regionalverwaltung abgegeben. Die Personen, die dieses durch die Änderung der Kirchengemeindeordnung vorgesehene neue Berufsbild der „Assistenz der Gemeindeleitung“ ausüben, übernehmen in Verantwortung gegenüber den Vorsitzenden des Kirchengemeinderats die Erledigung der örtlichen Verwaltungsaufgaben. Sie sind Anlaufstelle für die Gemeindeglieder und bilden das Bindeglied zwischen der Gemeindeleitung und der regionalen Verwaltung.

Die Evaluation soll aufzeigen, ob die strukturellen Änderungen in der Leitung von Kirchengemeinden zukünftig umsetzbar sind, welche Aufgabenteilung sinnvoll ist, welche Aufgaben wie viel Zeit in Anspruch nehmen und wie die Zufriedenheit mit den neuen Anforderungen von den Beteiligten bewertet wird. Auch soll aufgezeigt werden, was die Landeskirche bei einer flächendeckenden Umsetzung des Strukturwandels berücksichtigen muss. Zum Einsatz kommen hierfür standardisierte Onlinebefragungen zu Beginn des Pilotphase und gegen Ende, um zunächst die Erwartungen und am Ende auch die Erfahrungen mit dem neuen Stellenprofil zu erheben.
Darüber hinaus werden die neuen Verwaltungskräfte kontinuierlich den jeweiligen Zeitbedarf für einzelne Aufgaben erfassen.

Laufzeit

Juni 2020  bis  März 2022
Weitere Informationen

Projektbearbeitung


Lena Ebert

Akademische Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Forschung (IAF)

Standort
Ludwigsburg
Gebäude
E
Telefon
(07141) 9745-277