Was versteht man unter EchriS?
Eine Evaluation nach EchriS erfolgt unter drei Perspektiven:
- die Perspektive der Schulgemeinschaft aus SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, Trägerin und Partnern der Schule
- die pädagogische Perspektive mit den Dimensionen Bildung, Erziehung und Betreuung
- die christliche Perspektive mit den Dimensionen Hoffnung, Klarheit und Verantwortung.
Wenn Bildung, Erziehung und Betreuung die zentralen Aufgaben staatlicher Schulen sind, versteht es sich von selbst, dass eine Evaluation christlicher Schulen diese „Pflicht“ einer Evaluation staatlicher Schulen perspektivisch einbezieht. Demnach bezieht EchriS neben Bildung, Erziehung und Betreuung die Dimensionen Hoffnung, Klarheit und Verantwortung in ihre Evaluation mit ein. Es ist nicht einfach, das, was ein christliches Bildungsverständnis ausmachen soll, für eine Evaluation messbar zu machen. Deshalb hat EchriS die genannten Dimensionen von Qualität nach unterschiedlichen Merkmalen gegliedert.
Folgende Merkmale christlicher Schule werden für die Evaluation einer christlichen Schule vorgeschlagen:
Im Hinblick auf Bildung fragt EchriS nach
der Konkretisierung des Bildungsauftrags
dem Kompetenzerwerb der SchülerInnen
der Unterrichtsqualität
den außerunterrichtlichen Veranstaltungen
der Förderung von außerhalb des Unterrichts erworbenen Kompetenzen und
den Abschlüssen und Berufsperspektiven.
Im Hinblick auf Erziehung fragt EchriS nach
der Verständigung über Werte
wertgebundenen Handlungsfeldern
Formen von Religiosität
individuellen Entfaltungsmöglichkeiten
Formen von Gemeinschaft
der Gestaltung der Erziehungspartnerschaft.
Im Hinblick auf Betreuung fragt EchriS nach
den räumlichen Rahmenbedingungen und der Ausstattung
der Organisationsstruktur der Betreuung
der Gestaltung des Betreuungsauftrags
der Zusammenarbeit mit den Partnern in der Betreuungsarbeit.
Hoffnung konkretisiert sich aus der Sicht von EchriS
im positiven Blick auf den Anderen
in der gegenseitigen Wertschätzung und Fürsorge
in der Wahrnehmung des Förderauftrags der Schule
im Angenommensein im Gelingen und Scheitern
in der Möglichkeit der Erfahrung von Glauben
im Blick auf eine offene Zukunft
in Therapieangeboten.
Klarheit konkretisiert sich aus der Sicht von EchriS
im Bemühen um Wissen, das zur Orientierung hilft
im Umgang mit Zeit und Raum
in der Interaktion derer, die an der Schule beteiligt sind
in der Architektur und Ausstattung einer Schule
in den Verträgen
in der Finanzierung
in der Öffentlichkeitsarbeit und
in den Formen der Leistungsbewertung.
Verantwortung konkretisiert sich aus der Sicht von EchriS
in der Verantwortung für die Schüler
in der gegenseitigen Verantwortung innerhalb der Schulgemeinschaft
in den Möglichkeiten der Mitwirkung aller an der Schule
im Umgang mit Macht und Ohnmacht
im Umgang zwischen den Mitarbeitenden und der Schulträgerin
im Gesellschaftsbezug von Verantwortung.
Was wird evaluiert?
Eine Schulevaluation mit EchriS umfasst
alle Mitglieder der Schulgemeinschaft
alle Bereiche des Schullebens
die Implikationen des staatlichen und kirchlichen Bildungsauftrags
den Blick auf Bildung, Erziehung und Betreuung
christliche Gestaltung von Schule durch Stärkung von Hoffnung, Klarheit und Verantwortung.

