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Changemanagement - die Ausgangslage

Globale Veränderungen in den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen haben in der sozialen und kirchlich-diakonischen Arbeit vielfältige Auswirkungen.

 

 

1. Die Verknappung der Ressource Zeit

Wirtschaftliche, demografische und soziale Veränderungen führen zu einer Pluralität von Lebensentwürfen und Bedürfnissen und einer Individualisierung von Problemlagen, für die soziale Dienstleistungen und Hilfen passgenau und situationsgerecht zu entwickeln sind. Die Halbwertszeit von politischen Rahmenbedingungen verringert sich, die Anforderungen an soziale Dienstleistungen werden komplexer, die Leistungen für die Klientel müssen flexibilisiert und differenziert werden, um bedarfsgerecht zu bleiben.

 

2. Die Verknappung der Ressource Geld

Finanzpolitische Umbaumaßnahmen führen zur Überwindung der traditionellen Kameralistik öffentlicher Träger und zur Entwicklung neuer Steuerungs- und Budgetierungsmodelle. Kosten- und Leistungsrechnung sozialer Leistungen, für die neben betriebswirtschaftlichen Größen auch noch soziale und qualitative Indikatoren zu entwickeln sind, gehören zum notwendigen Handwerkszeug von Leitungsverantwortlichen. Gesetzliche Neuregelungen setzen Wissen in der Finanzwirtschaft, zum Beispiel in den Aushandlungsprozessen zu Leistungs-, Qualitätsentwicklungs- und prospektiven Entgeltvereinbarungen voraus. Sie schließen Kompetenzen im Planen, Haushalten, in der Rechnungslegung, Outputorientierung, Beschaffung und Absatz als neue Grundlagen in einer sich wandelnden Sozialpolitik und Sozialwirtschaft ein. Soziale Dienste und Einrichtungen sehen sich zunehmend als Wettbewerber am sozialen Markt neben immer mehr profitorientierten Anbietern.

 

 

3. Die Erhöhung der Komplexität:

Ein zunehmend komplexeres Aufgabenspektrum im sozialen und kirchlich-diakonischen Bereich erfordert Konfliktfähigkeit, Kreativität, Sinnvermittlung und ethische Fundierung. Kommunikations- und Beratungskompetenz müssen mit strategischer und planerischer Weitsicht gekoppelt werden. Soziale Organisationen entwickeln notwendige funktionale Differenzierungen und müssen ihre Beziehungen zu ihrer Umwelt pflegen und ständig weiterentwickeln. Das traditionelle Ehrenamt hat sich in seinem zivilgesellschaftlichen Verständnis gewandelt; Nutzer, freiwillig Engagierte, Sponsoren und Zuschussgeber erwarten neben der sozialpädagogischen und diakonischen Fachlichkeit Qualität und Wirtschaftlichkeit der Leistungen im Management des Sozialen.

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