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StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit

„StuDiT“ ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ gefördertes Projekt. Durch Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen und flexibilisierte Studiermöglichkeiten wird neuen Zielgruppen der Weg an die Hochschule ermöglicht.

Zunächst ist dies in den Bachelor-Studiengängen Relgions- / Gemeindepädagogik und Diakoniewissenschaft möglich. Der Studiengang Soziale Arbeit sowie berufsbegleitende Masterstudiengänge sollen mittelfristig das Angebot erweitern.

Projektkonzeption

Die Diversität der Studieninteressierten ist groß, während gängige Studiengangskonzeptionen starke Homogenisierungswirkungen entfalten. Wie kann diese Herausforderung auch in kleinen Studiengängen und so genannten Orchideenfächern konzeptionell aufgenommen werden? Die Konzeptionsentwicklung des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" zeigt einen exemplarischen Weg.

Forschung

Die Entwicklung neuer Studienformate ist kein Selbstzweck. Form und Inhalt sollen zu den Bedarfen ihrer Zielgruppen und des Arbeitmarktes passen. Deshalb wurden im Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" verschiedene Analysen und Befragungen konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Am Ende der Projektlaufzeit wird es zum Forschungsprozess und seinen Ergebnissen eine Buchpublikation geben. Bis es soweit ist, geben wir hier verschiedene Einblicke:

Um Leitungsgremien für die Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kirche und Diakonie zu gewinnen, wurde ihnen eine Forschungsskizze zur Verfügung gestellt, die einen schnellen Überblick über Forschungsinteressen und Vorgehen erlaubt.

Die Befragung von Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen evangelischer Fachschulen in Baden-Württemberg erfolgte mit Hilfe eines Fragebogens.

Wenn verlässliche Arbeitsmarktdaten weitgehend fehlen, können die Einschätzungen von Anstellungsträgern in Kirche und Diakonie zum Arbeitsmarkt für Diakoninnen und Diakone zu Rate gezogen werden. Dieser Interviewleitfaden bildete die Grundlage für Experteninterviews.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Heterogenität der Studieninteressierten noch größer ist als erwartet und die Haltungen der Anstellungsverantwortlichen machen weitere Herausforderungen für die Studiengangsentwicklung deutlich. Hier finden Sie einen ersten Überblick.

Auch eine Marktanalyse kann eine Orientierungshilfe für die Konzeption neuer Studienformate sein. In diesem Zusammenhang wurde eine Liste der Ausbildungsstätten und Studiengänge mit diakonischen, missionarischen, gemeinde- und religionspädagogischen Profilen erstellt.

Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sind noch nicht barrierefrei. Um spezifische Stolpersteine für den Übergang zwischen diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätten und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg besser zu verstehen, wurden Leitungskräfte kooperierender Fachschulen mit diesem Leitfaden um ihre Positionierung gebeten.

Flexibel Studieren

In kleinen Studiengängen und sogenannten Orchideenfächern kann die Zahl der Studieninteressierten zu klein für die Einrichtung separater Teilzeitstudiengänge für Berufstätige und andere atypische Studierende sein. Wenn angesichts der Einflüsse gesellschaftlicher Wandlungsprozesse zur Sicherung des Fachkräftebedarfs dennoch die Gewinnung neuer Zielgruppen für ein Studium notwendig ist, stellt die Fexibilisierung der Studienmöglichkeiten eine sinnvolle Alternative dar. Das gilt insbesondere an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit ihren traditionell stark durchstrukturierten Studienangeboten. Mit dem Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" hat die Evangelische Hochschule Ludwigsburg für die Bachelorstudiengänge Religions- und Gemeindepädagogik sowie Diakoniewissenschaft bereits wesentliche Schritte in diese Richtung vollzogen.

Eine Vorabquote sichert den Zugang für atypische Studierende in der neuen Immatrikulationsordnung für die beiden Studiengänge ab.

In die Studien- und Prüfungsordnung der beiden Studiengänge wurde eine Experimentierklausel eingefügt, die nicht nur flexibles Studieren unter bestimmten Bedingungen erlaubt, sondern dafür auch angemessene Rahmenbedingungen schafft und zusätzlich Möglichkeiten des Kontaktstudiums eröffnet.

Um Studierenden, die neben ihrem Studium noch weitreichende Verpflichtungen in Beruf, Familie oder Ehrenamt zu bewältigen haben, die Zeitplanung zu erleichtern, wurde der Prozess der Lehrveranstaltungsplanung für beide Studiengänge vorgezogen und teilweise neu strukturiert.

Für Absolventinnen und Absolventen von Ausbildungsgängen der Vorgängereinrichtung der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (Kirchlichen Ausbildungsstätte für Diakonie und Religionspädagogik, Karlshöhe Ludwigsburg) wurde ein zusätzliches Angebot in das Programm des Projekts "StuDiT" integriert: Externenprüfungen

E-Learning

Die Flexibilisierung von Studienmöglichkeiten geschieht nicht zuletzt durch E-Learning. Als Grundlage dafür wurde im Auftrag des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" eine E-Learning-Konzeption erstellt, die inzwischen hochschulweit umgesetzt und laufend weiter entwickelt wird. Den aktuellen Stand der Konzeption finden Sie hier.

Im Rahmen des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" werden für die beiden Bachelorstudiengänge Religions- und Gemeindepädagogik sowie Diakoniewissenschaft die E-Learninganteile semesterweise aufbauend ausgeweitet. Zielgröße ist ein E-Learning-Anteil von 30%. Die Bausteine des Moduls "Wissenschaftliches Arbeiten" können darüber hinaus auch von anderen Studiengängen genutzt werden. Ein exemplarischer Baustein dieses Moduls ist auch für Gäste zugänglich. Zugang zur Lernplattform erhalten Sie per Email: elearning@eh-ludwigsburg.de  (Betreff "Gastzugang").

Kompetenzorientierung und Anrechnung

An die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen werden aktuell hohe Anforderungen gestellt. Pauschale und individuelle Anrechnungsprozesse sollen zugleich kompetenzorientiert, qualitätsgesichert, transparent, rechtssicher sowie ressourcenschonend sein und außerdem der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung dienen. Im Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" wurde eine Konzeption für die Gestaltung von Anrechnungsverfahren entwickelt, die nicht nur diesen Kriterien gerecht wird, sondern zugleich die Grundlage für eine vertiefte Kompetenzorientierung in Lehr-Lern-Prozessen legt.

Wichtigstes Instrument für die Äquivalenzprüfung sind in diesem Anrechnungsverfahren das Kompetenzraster des Bachelorstudiengangs Diakoniewissenschaft und das Kompetenzraster des Bachelorstudiengangs Religions- und Gemeindepädagogik.

Bei Dozierendenkonferenzen gaben die Projektmitarbeiterinnen grundlegende Informationen für Lehrende zur Kompetenzorientierung und in mehreren kleinen Workshops sowie fast unzähligen Einzelberatungen wurden zusammen mit den Lehrenden niveaukonkretisierte Lernergebnisbeschreibungen für die verschiedenen Kompetenzdimensionen aller Module der beiden Studiengänge (Kompetenzraster) entwickelt.

Aus dem aktuellen Stand der Äquivalenzprüfungen ergaben sich die vorläufigen Anrechnungsoptionen für die Erprobungsphase des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit".

Brückenkurse

Hochschulische und berufliche Bildung weisen einen breiten Überschneidungsbereich auf, in dem Lernergebnisse zwar gleichwertig aber nicht durchgehend gleichartig sind. Je umfangreicher Anrechnungspotenziale beim Übergang von beruflicher in hochschulische Bldung ausgeschöpft werden, desto intensiver sollte dabei auch der spezifische Unterschied zwischen den jeweils erreichbaren Lernergebnissen beachtet und bearbeitet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit" ein Konzept für Brückenkurse entwickelt und in einer Erprobungsphase erstmalig durchgeführt und evaluiert.

Sie finden nachfolgend einen Überblick über die Inhalte und Arbeitsweisen im Brückenkurs  "Sozialwissenschaften/Soziale Arbeit" und einzelne Bausteine (Diakoniewissenschaft und Religionspädagogik als wissenschaftliche Disziplinen und Methodisches Arbeiten in Wissenschaft und Praxis) aus dem Brückenkurs "Theologie und Wissenschaftliches Arbeiten".

Archiv

Für die Auftaktveranstaltung der zweiten Wettbewerbsrunde "Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen" enstand unser Projektplakat. Es eröffnet Ihnen einen schnellen Überblick über das Studium Diakonat in Teilzeit. Hier finden Sie alles über Projektverantwortliche, beteiligten Studiengänge und Zielgruppen bis hin zur ursprünglichen Projektkonzeption. 

Der erste Projektflyer bietet zusätzliche Informationen über die wichtigsten Ziele und erste Schritte des Projekts „StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit“. 

Mit dem zweiten Projektflyer begann die Werbung für die Erprobungsphase des Projekts "StuDiT. Studium Diakonat in Teilzeit".

Weitere Fragen

... beantworten gerne die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen:

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