Publikationen und Schriften der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg
Forschungsergebnisse aus Sozialer Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik – für Praxis und Gesellschaft
Band 1
Jo Jerg, Jürgen Armbruster, Albrecht Walter (Hrsg.): Selbstbestimmung, Assistenz und Teilhabe. Beiträge zur ethischen, politischen und pädagogischen Orientierung in der Behindertenhilfe, Stuttgart 2005. [212 Seiten]
Dieses Buch vereint historische Analysen, aktuelle Auseinandersetzungen um Theoriekonzepte im Bereich der Lebenslage Behinderung, methodische Konzepte für den Praxistransfer und Visionen für die Transformation vorherrschender institutioneller Hilfestrukturen.
Leitziel ist die uneingeschränkte "Teilhabe" von Menschen mit Assistenzbedarf auf der Basis von Selbstbestimmung und die Gestaltung assistenzorientierter Hilfen. Teilhabe bezieht sich auf die vielfältigsten Facetten des Alltags.
Der interessante Sammelband bietet Beiträge von Lehrenden der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg aber auch von Günter Altner („Zum biotechnischen Fortschritt und der Perfektionierung des Menschen“), Hans Thiersch (Lebenswelt, Biographie und Behinderung“) und Joachim Walter („Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht“).
Band 2
Monika Barz/ Hans-Ulrich Weth: Potenziale Sozialer Arbeit, Stuttgart 2005. [283 Seiten]
In diesem Buch vermitteln Lehrende der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg den aktuellen Stand der Diskussion um die Frage, wie das Potenzial der unterschiedlichen Bezugswissenschaften - Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Ökonomie, Recht Theologie, Ethik und Kulturwissenschaft, - im interdisziplinären Dialog für die Soziale Arbeit nutzbar gemacht werden kann. Der thematische Dreischritt gliedert unter „Theorieentwicklung“, „Praxisentwicklung“ und „Gesellschaftlicher Entwicklung“: Neugier wird kultiviert, Gender-Per-spektiven werden eingebracht. „Rechtsbeziehungen“ stehen auf dem Prüfstand, Führungskräftegewinnung wird reflektiert und das Verhältnis von Ethik und Ökonomie erörtert.
Autorinnen und Autoren machen deutlich, wie die Entwicklung eines Selbstverständnisses der Sozialen Arbeit als Sozialarbeitswissenschaft aussehen kann.
Band 3
Norbert Collmar/ Annette Noller: Menschenwürde und Gewalt. Friedenspädagogik und Gewaltprävention in Sozialer Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik, Stuttgart 2006. [230 Seiten]
Das Buch ist im Zusammenhang der "Ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt" entstanden.
Gewalt ist vielgestaltig. Sie steht in einer spannungsvollen Beziehung zur Ethik der Menschenwürde, die als Grundlage des sozialstaatlich organisierten Gemeinwesens gelten kann. Viel diskutiert sind die Ursachen von Gewalt und die Ansätze ihrer Überwindung. Die hierzu gesammelten Beiträge fragen nach Ursachen von Gewalt, nach präventiven und friedenspädagogischen Strategien gegen Gewalt und stellen diese in Beziehung zur Ethik. Gefragt wird nach der Bedeutung von christlichem Glauben und interreligiösem Dialog für Gewaltprävention.
Beiträge entstammen den Federn von Micha Brumlik, Günther Gebhardt (Stiftung Weltethos), Gunther Klosinski, Gottfried Orth oder von ProfessorInnen der Evangelischen Hochschule.
Band 4
Monika Barz: Durch Daten und Fakten zu einem besseren Genderbewusstsein. Ein Lehrexperiment, Stuttgart 2008. [48 Seiten]
Für heutige Studierendengenerationen scheint die Geschlechterfrage überholt, Frauendiskriminierung "Schnee von gestern" und klassische Rollenzuschreibungen von jungen Frauen und Männern überwunden. Das "Gendergequatsche" scheint zu langweilen und schnell in die Rubrik "überflüssig" abgeschoben zu werden. Was also ist methodisch und didaktisch zu tun, damit junge Studierende wieder neugierig werden, wenn es um die sozialwissenschaftliche Analyse der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern geht?
Im vorliegenden Buch wird ein Lehrexperiment beschrieben, das den Versuch wagt, durch eine systematische Analyse abstrakter Daten und Fakten bei der heutigen Generation von Studierenden der Sozialen Arbeit ein neues Gender-Bewusstsein zu entwickeln. Wie Studierende das Lernkonzept bewerten und welche inhaltlichen Aha-Erlebnisse sie dabei erleben, wird durch ihre Schilderungen nachvollziehbar.
Das erprobte Setting ist von interessierten Kolleginnen und Kollegen anderer Hochschulen leicht zu übernehmen. Als zentrales Lehrmaterial wird der aktuell zugängliche "Datenreport zur Gleichstellung" verwendet, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen seit 2005 als CD kostenlos zur Verfügung stellt.
Band 5
Norbert Collmar/ Annette Noller (Hrsg.): Bildung im Umbruch – Bildung im Aufbruch, Stuttgart 2008. [232 Seiten]
Bildung ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Bildungslandschaft in Deutschland befindet sich in einem erheblichen Umbruch. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht Bildungsthemen die Medien beschäftigen. Der Band behandelt Grundfragen der Bildungsdiskussion wie: Bildung was ist das? Welchen Einfluss haben gesellschaftliche Veränderungen auf Bildungskonzepte? Gibt es Unterschiede in der Jungen- und Mädchenbildung? Die Beiträge bieten theoretische Einsichten, konzeptionelle Überlegungen und Praxisbeispiele. Im Buch werden zudem exemplarische Arbeitsbereiche, die die verschiedenen Lebensalter abdecken, untersucht und präsentiert: Bildung und Kindergarten, Bildung und Schule, Bildung und Jugendarbeit in Verbänden, Erwachsenenbildung und das sich wachsender Aufmerksamkeit erfreuende Thema Seniorenbildung. Die Zielgruppe für dieses Buch sind MitarbeiterInnen in der Jugend- und Erwachsenenarbeit, Studierende und Dozierende der Pädagogik und Theologie/ Religionspädagogik, der Sozialen Arbeit und Verantwortliche für Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen.
Band 6
Marianne Sieler. Gemeinsam können wir einander stärken. Selbsthilfegruppen zwischen Selbstbestimmung und professioneller Unterstützung, Stuttgart 2009. [104 Seiten]
Was zunächst als ein Widerspruch erscheinen mag, Selbsthilfeunterstützung und professionelle Soziale Arbeit, wirft angesichts zunehmender psychosozialer Problemlagen die Frage auf, wie Selbsthilfegruppen durch Professionelle angeregt und gefördert werden können. Marianne Sieler setzt sich mit den verschiedenen Formen der Selbsthilfe auseinander und beleuchtet das Spannungsverhältnis in der Zusammenarbeit von Professionellen und LaiInnen. Sie entfaltet, wie professionelle Soziale Arbeit Selbsthilfegruppen initiieren und unterstützen kann, ohne deren Eigensinn zu „kolonialisieren“ und Abhängigkeit zu erzeugen und ohne zu übersehen, dass der Selbsthilfegedanke auch als sozialpolitischer Lückenbüßer missbraucht werden kann. An die Erfahrungen anderer Projekte anknüpfend entwickelt und beschreibt die Autorin ein eigenes methodisches Konzept für eine professionell angeregte und begleitete Selbsthilfegruppe, bei der bereits das Thema eine Gruppengründung erschwert. So ist ein in Theorie und Praxis bewährter Leitfaden für vergleichbare Entwicklungs- und Begleitprozesse entstanden, in denen das heikle Spannungsverhältnis zwischen Selbst- und Fremdhilfe in einer produktiven Experten-Partnerschaft zwischen Betroffenen und Fachleuten gestaltet werden will.
Band 7
Beate Aschenbrenner-Wellmann: Mit der Vielfalt leben. Verantwortung und Respekt in der Diversity- und Antidiskriminierungsarbeit mit Personen, Organisationen und Sozialräumen, Stuttgart 2009. [232 Seiten]
In der Sozialen Arbeit erfordert die Wertschätzung von Diversity als „Vielfalt“ und das daraus folgende Diversity-Management als ordnendes System einen Paradigmenwechsel: Anderssein ist nicht mehr gleichbedeutend mit Defizite haben. Vielfalt stellt keine Bedrohung der Effektivität einer Organisation dar. Personen mit Unbehagen gegenüber Werten der dominanten Gruppe sind nicht randständig.
Die Akzeptanz dieser Überlegungen führt zur Notwendigkeit der Entwicklung einer Diversity-Kompetenz. In dem vorliegenden Band werden in einem Grundlagen- und Perspektiventeil u.a. Aspekte des Respekts vor dem Anderen, die Integrationsfähigkeit von Großstädten, Diversity-Kompetenz als Schlüsselqualifikation für die Soziale Arbeit und Menschenrechte als zentrale europäische Werte thematisiert. Im Praxis- und Umsetzungsteil werden Möglichkeiten für die interkulturelle Öffnung sozialer Einrichtungen, für den interreligiösen Dialog sowie für Gender Mainstreaming in der Evangelischen Kirche eröffnet.
Schriften der evangelischen Fachhochschulen Darmstadt, Ludwigshafen (Band 1-3), Freiburg, Ludwigsburg und Nürnberg (ab Band 4)
Evangelischer Hochschulperspektiven
Evangelische Hochschulperspektiven will die fachliche Arbeit der vier beteiligten Hochschulen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung exemplarisch einer interessierten Öffentlichkeit darstellen. Die Reihe versteht sich als wissenschaftliche Fachpublikation, die jährlich einen Band mit einem interdisziplinären Fokus hervorbringt, der sich an einem aktuellen Thema gesellschaftlicher Entwicklung im Bereich des Bildungs-, Gesundheit-, Sozialwesens orientiert. Dabei soll das kirchliche Profil der Hochschulen inhaltlich ebenso zum Tragen kommen wie die verschiedenen Fachbereiche bzw. Studiendisziplinen der beteiligten Hochschule. Am Ende enthält jeder Band der Reihe in fortlaufender Aktualisierung eine Publikationsliste der Lehrenden der vier beteiligten Evangelischen Fachhochschulen.
Band 1 (Freiburg 2005): Bildung
Wilhelm Schwendemann in Zusammenarbeit mit Alexa Köhler-Offierski und Hanns-Eckart Opdenhoff Bildung [208 Seiten]
Der erste Band der Reihe befasst sich mit dem Thema Bildung. Bildung wird darin aus der Perspektive eines christlichen Menschenverständnisses verstanden als Prozess, in dem der Mensch in Auseinandersetzung und Beziehung zur Umwelt seine seelisch-geistig-kulturellen Identität in Kritik und Urteil erfährt.
Band 2 (Freiburg 2006): Interkulturalität
Arnd Götzelmann und Wilhelm Schwendemann in Zusammenarbeit mit Alexa Köhler-Offierski und Hanns-Eckart Opdenhoff. Interkulturalität [252 Seiten]
Der Aufsätze des zweiten Bandes drehen sich um verschiedene Themenkreise des weiten Themas der Interkulturalität. In dem Band wird das „Inter“ vor der Kulturalität verstanden als eine Bewegung des Friedens und der Verständigung, die auf Gerechtigkeit, Toleranz und Verständnis basiert.
Band 3 (Freiburg 2007): Soziale Gesundheit
Wilhelm Schwendemann und Arnd Götzelmann in Zusammenarbeit mit Alexa Köhler-Offierski und Richard Edtbauer. Soziale Gesundheit [320 Seiten]
Der dritte Jahresband ist dem Thema Soziale Gesundheit gewidmet. Gegen einen rein individualisierenden Zugang zum Thema Gesundheit geht der Band von gesellschaftlichen bzw. sozialen Konstrukten von Gesundheit und Krankheit aus. Er plädiert für eine Gesundheitsversorgung, in der soziale Aspekte im Sinne von Public-Health-Verantwortung, Prävention und Gesundheitsförderung integriert sind.
Band 4 (Freiburg 2008): Evangelisch-Diakonisch
Richard Edtbauer und Alexa Köhler-Offierski in Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Puch und Wilhelm Schwendemann. Evangelisch - Diakonisch [286 Seiten]
Der vorliegende Band bietet Raum, die Begriffe „evangelisch“ und „diakonisch“ vielfältig zu konturieren sowie die Arbeit an Grundfragen und Werten, die sich häufig an diesen Begriffen festmachen und die an den beteiligten kirchlichen Hochschulen in einer Vielzahl von Veranstaltungen, Forschungsprojekten und Veröffentlichungen stattfinden, exemplarisch darzustellen.
Der Band ist in vier Teile gegliedert:
- evangelisch-diakonisch: Grundsatzfragen in theologischer, historischer und interkultureller Perspektive;
- diakonisches Handlen im kirchlichen Kontext;
- evangelisch-diakonischer Auftrag in Bildungseinrichtungen und
- diakonisches Handeln in Leitungsverantwortung.
Die Vielfältigkeit des Nach-Denkens und Forschens an Evangelischen Fachhochschulen wird zudem durch die beteiligten Wissenschaften deutlich, neben Theologie auch Diakoniewissenschaft, Gemeinde- und Religionspädagogik, Psychologie, Politikwissenschaft, Sozialarbeitswissenschaft, Soziologie und Sozialpolitik, sowie durch die Weite der behandelten Themen, von „Himmel, Hölle – evangelisch“ bis zu „Diakonischer Unternehmenskultur“.
Band 5 (Freiburg 2009): Armut - Gerechtigkeit
Wilhelm Schwendemann und Hans-Joachim Puch in Zusammenarbeit mit Richard Edtbauer und Alexa Köhler-Offierski. Armut - Gerechtigkeit [286 Seiten]
„Der Gerechte weiß um die Sache der Armen“ (Sprüche 29, 7), so formuliert es die biblische Tradition. Die AutorInnen übertragen die angedeutete Verhältnisbestimmung zwischen Armut und Gerechtigkeit in unsere Gegenwart hinein. Allen Beiträgen des Bandes ist gemeinsam, aus der jeweiligen philosophischen, theologischen, sozial-, wirtschaftspolitischen Fachperspektive heraus, das Verhältnis zwischen Armut und Gerechtigkeit auszuloten und Formen partizipativer Gerechtigkeit neu zu denken.
Grundlagen werden dargelegt, sozial- und politikwissenschaftliche Theoriebildung und Reflexion ausgeführt, juristische Fokussierung sowie Empirie und Handlungsfelder Sozialer Arbeit geboten.
LeserInnen sollen für die vielen sozialen Notlagen mit entsprechenden Wahrnehmungskompetenzen ausgestattet werden: Armut hat viele Gesichter und allen gemeinsam ist nicht nur materielle, soziale Not, sondern auch, von Teilhabemöglichkeiten ausgeschlossen zu werden. Die Beiträge des Bandes erschließen neue Perspektiven und bringen diese in die sozialpolitischen Diskurse über professionelles Handeln ein.
Christian Rose (Hg.): Bildung baut Brücken. Reden, Grußworte und Fachvortrag „Maße des Menschlichen“ von Karl-Ernst Nipkow, Stuttgart 2004. [96 Seiten]
Dieses Buch fasst den Ablauf und die Beiträge des Festaktes der Rektoratsübergabe am 08. Oktober 2003 zusammen: Die Predigt von OKR Hans-Dieter Wille und Grußworte. Die zahlreichen Beiträge werden von einer Fotoreportage begleitet. Höhepunkt des Tages war – und er ist es auch in diesem Buch – der Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Ernst Nipkow: „Maße des Menschlichen – Konsequenzen aus der EKD-Bildungsdenkschrift für eine evangelisch-diakonische Bildungsarbeit“.
Roland Ensinger/ Thomas Fliege/ Manfred Scholz (Hrsg.): „Bis auf weiteres…“ Reutlinger Beiträge zur Ausbildung, Theorie und Praxis sozialer Arbeit. 30 Jahre Evangelische Fachhochschule Reutlingen, Reutlingen/ Tübingen 2003. [318 Seiten]
Zum Abschied von einer Einrichtung, der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen, wurde ein „Reader“ erstellt. Entwicklungen, Konflikte und freudige Ereignisse sollen vermeldet werden. Es sind „Erinnerungssplitter“ aus verschiedenen zeitlichen Abschnitten, aus Lehr- und Studienbereichen.
Gegliedert ist das Buch in „Vorgeschichte und Entwicklung der Evangelischen Fachhochschule in Reutlingen“, „Hochschulentwicklung und Ausblick“, „Beiträge zur Ausbildung Sozialer Arbeit“, „Aspekte der Gender-Perspektive in der Ausbildung zur Sozialarbeit“, „Forschung, Fort- und Weiterbildung“ und „Beiträge zu Sozialarbeit und Diakonie“.
Alle Publikationen können zu ermäßigten Preisen bezogen werden über:
Andrea Hackenjos, Paulusweg 6, 71638 Ludwigsburg.
a.hackenjos(at)eh-ludwigsburg.de; Tel.: 07141-9745-217
